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Atmungsaktivität bei Matratzen

In der Werbung werden Materialien als „Atmungsaktiv“ bezeichnet, durch die es sich gut hindurch atmen lässt. In diesem Sinne ist Schaumstoff „atmungsaktiv“, sofern dieser einen hohen Anteil an offenen Poren und einen großen Volumenanteil an Luft besitzt. Die „Atmungsaktivität“ ist bei Textilien praktisch immer gegeben, es sei denn, dass diese wasserdicht sind.

Für einen gesundheitsorientierten Schlaf stellt die Atmungsaktivität von Matratze, PU-Bezug und Bettwaren ein entscheidendes Kriterium dar, auch in einem Matratzen Test ist es ein wichtiges Kriterium.

Ein gutes Bettklima wird von der Atmungsaktivität unterstützt

Der menschliche Körper gibt auch in der Nacht Flüssigkeit in Form von Schweißdampf an die Umgebung ab. Damit der Schlafende nicht schwitzt, ist es wichtig, dass die Materialien der Matratze die Verdunstungen diffundieren lassen und somit vom Körper wegleiten. Durch diesen „Vorgang“ entsteht ein trockenes und angenehmes Bettklima. Doch sind die Materialien nicht „atmungsaktiv“ – also dampfundurchlässig – dann ist der Schlafende im wahrsten Sinne des Wortes innerhalb kürzester Zeit „schweißgebadet“.

Wie kann die Atmungsaktivität gemessen werden?

Auf vielen Produkten kann der Begriff „Atmungsaktivität“ entdeckt werden, doch nur sehr selten wird die Wasserdampfdurchlässigkeit genau beschrieben. Hier gilt die Faustregel: Je mehr Schweißdampf vom Körper weggeführt wird, desto besser ist das Schlafklima. Die Wasserdampfdurchlässigkeit wird in gr/m²/24 h gemessen. Damit wird angegeben, wie viel Gramm Wasserdampf durch einen Quadratmeter in 24 Stunden entweichen können.

Die Matratzen und die „Atmungsaktivität“

Eine gute Matratze in Verbindung mit einem guten Lattenrost passt sich stets dem Körper und den wechselnden Schlafpositionen an und stützt diesen zugleich ab. So müssen die schwereren Körperpartien tiefer einsinken können und das, ohne das sich in der Umgebung Kuhlen bilden. Aber auch wie oben bereits angesprochen ist auch das richtige Bettklima entscheidend für das Wohlbefinden des Schlafenden. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass die Matratze atmungsaktiv ist und die Feuchtigkeit entsprechend gut abführt. Denn ein Mensch dünstet immerhin 0,2 Liter pro Nacht im Durchschnitt aus. Diejenigen, die leicht frieren, sollten zudem auf eine gute Wärmeisolierung achten.

Die wichtigsten Matratzen sind Latex, Schaum, Federkern- und Taschenfederkern, die teilweise auch kombiniert werden. Es gibt große Qualitätsunterschiede je nach Modell und diese werden durch die Güte des Grundmaterials und des Matratzenaufbaus hervorgerufen. Die verschiedenen Matratzen haben grundsätzlich die folgenden Vorzüge:

MatratzenartPunktelastizitätKörperunterstützungFeuchtigkeitstransportWärmeisolierung
LatexSehr gutSehr gutBefriedigendSehr gut
SchaumSehr gutSehr gutGutGut
TaschenfederkernGutSehr gutSehr gutGut
FederkernBefriedigendSehr gutSehr gutbefriedigend

 

Welche Matratze für den Schläfer geeignet ist, das ist auch abhängig von seinen Schlafgewohnheiten und den körperlichen Voraussetzungen wie Größe, Gewicht und Feuchtigkeitsabgabe. Daher ist beim Kauf eine ausführliche Beratung empfehlenswert.

Bei starken Schwitzen kann ein Matratzenwechsel Wunder bewirken.

Auch wenn für das starke Schwitzen in der Nacht zumeist die Bettdecke verantwortlich ist, so wird der Matratze ebenfalls eine besondere Bedeutung zugeschrieben. Da der Mensch Flüssigkeit in der Nacht verliert, ist es aus hygienischen und auch gesundheitlichen Gründen wichtig, eine Matratzen zu wählen, die atmungsaktiv ist.

Besonders empfehlenswert sind die Federnkernmatratzen, denn sie weisen eine hohe Luftzirkulation auf. Diese Matratzen sind mit Luftkanälen ausgestattet, die horizontal und vertikal angeordnet sind. Jede Bewegung, die der Schlafende auf der Matratze ausführt, führt zu einem Luftstrom, der jedoch nicht bewusst wahrgenommen wird, aber für einen gesunden und trockenen Schlaf wichtig ist.

Die Wirkungsweise der Federkernmatratze

Jede Federnkernmatratze bringt neben den Luftkanälen einen Federkern mit, der aus Stahlfedern besteht. Diese sind miteinander verbunden und sie sorgen dafür, dass die Matratze sich nach der Belastung sofort wieder in den ursprünglichen Zustand begibt. Dadurch wird der Körper gestützt und der Rücken wird entlastet. Die Federkernmatratzen werden in den verschiedensten Ausführungen angeboten, wie beispielsweise als Tonnentaschenfederkern oder Bonell-Federkern.

Die Federkernmatratzen sind sehr langlebig und weisen auch eine gute Atmungsaktivität aufgrund der Luftkanäle auf, womit sie zugleich auch hygienischer sind, als andere Modelle. Menschen, die unter Nachtschweiß leiden, sollten die Federkernmatratze als erste Wahl ansehen. Denn die aufgenommene Feuchtigkeit wird durch die Matratze an die Umgebungsluft abgegeben und damit wird das Schlafklima erhöht und Schimmelpilze werden vermieden.

Andere Matratzen für stark schwitzende Menschen

Es gibt jedoch auch Alternativen zu den Federkernmatratzen, aber diese reichen nicht an deren hohe Atmungsaktivität heran. Einen ähnlich guten Wert erreichen die Kaltschaummatratzen, sofern diese aus hochwertigem Kaltschaum produziert wurden. Diese Matratzen sind relativ offenporig und weisen dadurch ebenfalls eine gute Atmungsaktivität auf. Aber auch der richtige Bezug ist hier wichtig, damit die klimaregulierende Wirkung der Matratze nicht behindert wird. Es werden sogar Kaltschaummatratzen angeboten, die über einen eingebauten Luftkanal verfügen, sodass es auch hier bei jeder Bewegung zu einem minimalen Luftstrom kommt, ähnlich wie bei der Federkernmatratze.

Eine weitere Alternative ist die Latexmatratze, die sich ebenfalls als sehr atmungsaktiv zeigt. Diese verfügt, ähnlich wie die Federkernmatratze über Luftkanäle, durch die eine angemessene Luftzirkulation gewährleistet wird. Der aufgenommene Wasserdampf kann rasch kondensieren und wird dann sukzessive an die Umgebungsluft abgegeben. Der große Nachteil dieser Matratzen ist, dass sie verhältnismäßig teuer sind, ganz besonders wenn es sich um Naturlatex handelt.

 

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