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Babymatratze Test 2016

Schlafendes Baby auf einer Babymatratze

Schlafendes Baby auf einer Babymatratze

Hat sich ein Baby angekündigt, suchen die meisten Eltern schnell nach der besten Ausstattung für ihren Nachwuchs. Neben Bekleidung und Körperpflegeprodukten legen sie auch auf einen hohen Schlafkomfort viel wert, denn schließlich wird ihr Kind anfangs noch bis zu 16 Stunden täglich damit verbringen. Neben einem Bettgestell, dem Deckbett und Kissen benötigt man vor allen Dingen auch eine gute Matratze.

Durch die Medien sensibilisiert, kommt nicht mehr jede in Frage, sondern meist eine durch verschiedene Testinstitute geprüfte Babymatratze. Gerade das Thema Plötzlicher Kindstod und die Erkenntnis, dass eine geeignete Matratze das Risiko des Säuglingstodes minimiert, führte zu einem Umdenken. Aus diesem Grund wird beim Kauf zweimal hingesehen und besonders gerne Matratzen Testsieger erworben.

Worauf beim Kauf einer Babymatratze achten?

Schadstofffreiheit

Neben einer bequemen Lage sollte immer die Schadstofffreiheit das wichtigste Kriterium der Matratze sein. Da Babys noch kein funktionierendes Immunsystem besitzen, können sie sich gegen eventuelle Schadstoffe noch nicht selbst wehren. Bedenkliche Inhaltsstoffe können auch Auslöser für Allergien werden. Die Gütesiegel der Hersteller geben hier Aufschluss darüber, ob die ausgesuchte Matratze schadstofffrei ist. Achten Sie deshalb beispielsweise auf ein LGA schadstoffgeprüft-Siegel, welches von der Landesgewerbeanstalt Bayern für Matratzen vergeben wird. Das eco-Umweltinstitut in Köln vergibt ebenfalls Gütesiegel. Das wohl bekannteste Prüfsiegel kommt von der Öko-Tex-Gemeinschaft, in der sich internationale Textilforschungsinstitute zusammengetan haben.

Gutes und langes Auslüften vor dem ersten Benutzen der Baby- und Kindermatratze sollte für Eltern selbstverständlich sein. Im Übrigen muss ein anfangs unangenehmer Geruch beim Auspacken der Matratze nicht von einer Schadstoffbelastung herrühren. Die für viele Matratzen typischen flüchtigen Gerüche vergehen bei einer Lagerung in einem gut beheizten und gelüfteten Raum nämlich meist sehr schnell.

Material

Gute Kindermatratzen können aus verschiedenen Materialien hergestellt sein. Im Handel gibt es deshalb eine Auswahl an Schaumstoff-, Naturfaser- und Kaltschaummatratzen. Auch Kombinationen aus den genannten Materialen sind im Handel erhältlich. Reine Schaumstoff- oder Latexmatratzen sind nicht zu empfehlen, da sie meistens für die Kleinen zu weich sind. Hier gibt es speziell latexiertes Kokos. Alternativ stehen auch hochwertige Rosshaarmatratzen zur Verfügung. Wichtig ist dabei zu wissen, dass diese immer regelmäßig gedreht werden müssen, damit die Haare nicht zu sehr aneinander drücken.

Härte

Bei der Auswahl der richtigen Matratze sollten Eltern immer eine etwas härtere auswählen. Dadurch sinkt die Gefahr, dass das Köpfchen des Kindes zu stark einsinkt und eventuell das Atmen erschwert wird. Denn liegt das Kind zu tief in seiner Unterlage, kann die Atemluft schwerer entweichen und CO2 sammelt sich an. Mediziner gehen davon aus, dass auch dieser Umstand ein Grund für den Plötzlichen Kindstod sein könnte. Als Faustregel gilt, der Körper sollte nie mehr als 2 cm in die Matratze einsinken.

Struktur

Eine Kindermatratze sollte eine Poren- oder Wabenstruktur besitzen. Durch die Eigenschaften dieser Strukturen kann optimal die Wärme reguliert werden und ein eventueller Wärmestau wird verhindert.

Stützfähigkeit

Gute Matratzen stützen Babys und Kinder auch im Schlaf. Die noch in der Entwicklung befindliche Wirbelsäule braucht zum gesunden Wachstum eine elastische, aber gleichzeitig auch stützende Unterlage.

Verstärkte Trittkante

Ist das Baby größer und kann bereits im Bett stehen bzw. hüpfen, macht sich eine gute Matratze mit verstärkter Trittkante bezahlt. Auch bei längerer stehender Belastung rutscht das Kind nicht zwischen Bettrand und Matratze und die Gefahr, sich dabei ernsthaft zu verletzten, wird gesenkt.

Warum müssen Babys spezielle Matratzen nutzen?

Neugeborene Kinder haben noch keinen ausgeprägten Bewegungsdrang und können sich nicht aus einer ihnen unbequemen Lage selbst befreien. Eine gute Matratze mit ausgezeichnetem Komfort ist für die Kleinsten deshalb besonders wichtig. Und da die ersten Lebensmonate meist in Wiegen, Krippen oder kleinen Kinderbetten verbracht werden, wird dafür auch die dazu passende Matratze benötigt.

Unangebracht sind selbst gekürzte Matratzen in Kinderbetten oder Babymatratzen in großen Betten. Hier entstehen oftmals Lücken, welche bei den Kleinen zu Einklemmungen führen können. Nutzen sollte man auch nur Matratzen, welche von ihrer Höhe her für das Babybett vorgesehen sind. Während für die Kleinen bestimmte Liegezonen zur Verteilung des Körpergewichts noch unnötig sind, ist eine optimale Belüftung der Unterlage sehr wichtig. Gerade bei Bauchschläfern sollte es niemals zu Atmungsschwierigkeiten kommen.

Wie pflegt man Babymatratzen richtig?

Babymatratzen müssen immer einen abnehmbaren und vor allen Dingen waschbaren Bezug besitzen. Dieser sollte bei hohen Temperaturen zu reinigen sein, denn gerade bei den Kleinsten geht des Öfteren mal was daneben. Und genau diese Verunreinigungen, wie zum Beispiel Urin oder Schweiß, fördern in der Matratze die Entstehung von Keimen, Bakterien und Milben. Auch aus Gründen von allergischen Reaktionen sollte man Matratzenbezüge regelmäßig in der Waschmaschine säubern.

Stiftung Warentest Babymatratzen Test

Die Stiftung Warentest als größte Stiftung Deutschlands und anerkannte Prüforganisation hat in ihrer Ausgabe vom März 2014 Baby- und Kindermatratzen auf Herz und Nieren geprüft. Die 12 getesteten Matratzen liegen preislich zwischen 70,00 und 170,00 Euro und besitzen einen mittleren bis härteren Härtegrad und gute Belüftungseigenschaften. Aufgrund der vorgenannten eventuell schlechteren Atmung durch Einsinken bei weicheren Matratzen wurden diese gleich ganz aus dem Test herausgenommen.

Neben dem Vorliegen von eventuellen Schadstoffen war unter anderem auch das Verhalten der Matratze bei verschiedenen Temperaturen und Wassereinwirkungen (Kuhlenbildung, Härteveränderung), die Raumluftbelastung und Geruchsbelästigung, der Transport und auch die Entsorgung prüfungsrelevant.

Insgesamt wurde das Endergebnis aus sieben Gruppenurteilen berechnet. Diese wiederum erfolgen aus diversen Einzelurteilen. In den Test (Gruppenurteil) flossen zu 35 % die Liegeneigenschaften ein, zu 5 % das Schlafklima, zu 20 % die Haltbarkeit, zu 10 % der Bezug, zu 10 % Gesundheit und Umwelt, zu 10 % die Handhabung und zu weiteren 10 % die Deklaration und Werbung.

Zusammenfassend hat die Stiftung Warentest ermittelt, dass keine der getesteten Baby- und Kindermatratzen schadstoffbelastet sind. Schwächen wurden bei einigen Matratzen aber in der Haltbarkeit beim Einfluss von Wärme oder Feuchtigkeit erkannt. Hier kam es beispielsweise zu Härteveränderungen. Testsieger wurde die Waschbär Kindermatratze.

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