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Federkernmatratzen Test 2016

In unserem großen Matratzen Test haben wir auch Federkernmatratzen getestet und stellen Ihnen hier nun die Testsieger vor. Außerdem finden Sie eine ausführliche Kaufberatung zu Federkernmatratzen.

Was ist eine Federkernmatratze?

Die Federkernmatratze gehört zu den beliebtesten Matratzenarten, sie ist in unterschiedlicher Bauweise erhältlich. Bis Kaltschaummatratzen auf den Markt kamen, waren Federkernmatratzen der übliche Matratzentyp. Die Unterschiede zwischen den im Handel erhältlichen Matratzen mit Federkern sind groß, sie unterscheiden sich in der Bauweise, der Anzahl der Federn und weiteren Merkmalen.
Alle Federkernmatratzen haben einen Kern aus Stahlfedern, die das Körpergewicht des Schlafenden stützen und tragen. Es wird zwischen folgenden Federarten unterschieden:

Bonellfederkern

Bonellfederkerne habe eine taillierte Form, die Enden sind mit einer Spirale verbunden. Bonellfederkernmatratzen sind preiswerter, aber nicht so punktelastisch.

Endlosfedern

Endlosfedern unterscheiden sich von Bonellfedern dadurch, dass die Enden der Federn nicht mit einer Spirale verbunden sind. Die Matratze ist dadurch elastischer.

Taschenfederkern

Bei einer Taschenfederkernmatratze ist jede einzelne Feder in eine Tasche eingenäht. Die Taschen sind entweder durch Kleber oder durch eine Naht miteinander verbunden. Taschenfederkernmatratzen sind hochwertig und punktelastisch. Sie passen sich optimal an die Körperform des Schlafenden an.

So sieht eine getestete Taschenfederkernmatratze aus

So sieht eine getestete Taschenfederkernmatratze aus

Tonnentaschenfederkern

Tonnentaschenfederkerne unterscheiden sich von Taschenfederkernen durch ihre bauchige Form. Tonnentaschenfederkernmatratzen haben die höchste Punktelastizität, sie passen sich sehr gut an die Körperform des Liegenden an.

Weitere Unterscheidungsmerkmale von Federkernmatratzen

Der Federkern wird von unterschiedlichen Materialien gehalten und unterstützt. Bei einfachen Matratzen ist eine Filzplatte oder ein Vlies verarbeitet. Für deutlich mehr Komfort sorgt eine beidseitige Auflage aus Kaltschaum.

Worauf beim von Federkernmatratzen Kauf achten?

Härtegrad: Federkernmatratzen sind in unterschiedlichen Härtegraden (H1-H3) erhältlich, um dem unterschiedlichen Körperbau und Gewicht von Personen gerecht zu werden.

  • H1 bezeichnet eine weiche Matratze für Menschen mit einem Körpergewicht von etwa 60 kg.
  • H2 bezeichnet eine mittelweiche Matratze für Menschen mit 75-80 kg Körpergewicht.
  • H3 bezeichnet eine harte Matratze für Menschen mit über 80 kg Körpergewicht.

Diese Angaben dienen nur als Richtwert, denn die Härtegrade sind nicht genormt. Deswegen sollten beim Kauf immer die Gewichtsangaben des Herstellers beachtet werden.

Höhe: Die Matratzenhöhe ist ein wichtiges Kriterium für den Kauf. Im Test schneiden normalerweise höhere Matratzen besser ab. Flachere Matratzen sind zwar meistens günstiger, enthalten aber weniger Federn als höhere Matratzen und sind dementsprechend nicht so haltbar. Höhere Matratzen sind außerdem zusätzlich meistens mit einer Schicht Schaumstoff versehen, die für einen besseren Liegekomfort sorgt.

Raumgewicht: Das Raumgewicht bezieht sich auf den Kaltschaum Anteil einer guten Matratze. Eine gute Federkernmatratze ist von beiden Seiten mit einer mindestens 2-3 cm dicken Schaumpolsterung abgedeckt. Die Schaumpolsterung sollte ein Raumgewicht von mindestens 30 kg/m³ aufweisen. Je höher das Raumgewicht, desto haltbarer ist der Schaumstoff.

Stauchhärte: Die Stauchhärte ist ein Qualitätsmerkmal von Federkernmatratzen, eine hohe Stauchhärte bedeutet, dass die Matratze nach Änderung der Belastung schnell wieder in ihren Ausgangszustand zurückgeht. Vor allem für Menschen mit hohem Körpergewicht ist eine hohe Stauchhärte wichtig.

Bezug: Beim Bezug gibt es Materialunterschiede, am besten sind Matratzen mit einem Bezug aus einem atmungsaktiven Material wie Baumwolle. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass der Bezug abnehmbar und waschbar ist.

Federzahl: Je höher die Anzahl der Federn, desto punktelastischer, haltbarer und insgesamt hochwertiger ist die Matratze. Eine sehr gute Federkernmatratze weist bei einer Matratzengröße von 80/200 cm mindestens 1000 Federn auf.

Liegezonen: Die besten Federkernmatratzen im Test haben unterschiedliche Liegezonen für die einzelnen Körperpartien. Durch mindestens drei Liegezonen wird gewährleistet, dass die Wirbelsäule im Schlaf optimal entlastet wird.

Tipps zur Pflege von Federkernmatratzen

Federkernmatratzen sollten im ersten halben Jahr zweimal gewendet werden. Danach ist es empfehlenswert, die Matratze mindestens zweimal pro Jahr komplett zu wenden, um zu verhindern, dass sich Dellen und Kuhlen bilden. Beim Wenden müssen allerdings die Liegezonen und Seiten beachtet werden.
Der Matratzenbezug sollte regelmäßig in der Waschmaschine gewaschen werden, mindestens zweimal im Jahr und darüber hinaus bei Bedarf. Zur Reduzierung von Milben empfiehlt es sich, die Matratze einmal im Monat mit dem Staubsauger (einen Polsteraufsatz verwenden) abzusaugen.

Stiftung Warentest Ergebnisse zu Federkernmatratzen

Stiftung Warentest testet regelmäßig verschiedene Matratzen. Auch im Jahre 2015 hat es wieder einen Federkernmatratzentest gegeben (Ausgabe 04/2015).
Im Matratzen Test der Stiftung Warentest zeigten sich wieder große Unterschiede der getesteten Matratzen, teilweise zeigten die Modelle Schwächen im Langzeittest und nicht immer waren die Tester auch mit den Liegeeigenschaften zufrieden. Folgende Federkernmatratzen haben im aktuellen Test 2015 von Stiftung Warentest am besten abgeschnitten:

Schlaraffia Viva Plus Aqua

Die Schlaraffia Viva Plus Aqua erhielt im Test von Stiftung Warentest die Gesamtnote „gut“. Es handelt sich um eine vergleichsweise harte Taschenfederkernmatratze, die die Wirbelsäule optimal entlastet und sich punktelastisch an den Körper anpasst. Der Federkern wird durch eine 7-Zonen BULTEX®plus Auflage unterstützt. Durch die integrierte Schulterkomfortzone und die verstärkte Mittelzone bringt die Matratze die Wirbelsäule in die optimale, von Orthopäden empfohlene Position.

Badenia Irisette Lotus TFK

Die Tonnentaschenfederkernmatratze Badenia Irisette Lotus TFK ist die zweitplatzierte im Test von Stiftung Warentest. Sie überzeugte vor allem durch ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, denn sie ist deutlich günstiger als andere vergleichbare Federkernmatratzen im Test und bietet dennoch hervorragende Liegeeigenschaften. Auch im Langzeittest konnte diese Matratze überzeugen, sie hat eine gute Haltbarkeit.
Auch 2011 hat es einen Matratzen Test von Stiftung Warentest gegeben. Der Testsieger aus dem Jahre 2011 ist die Schlaraffia Basic Moon 7, diese Matratze ist immer noch im Handel erhältlich.

Schlaraffia Basic Moon 7

Der Testsieger aus dem Jahre 2011, die Schlaraffia Basic Moon 7, überzeugte die Tester durch eine sehr gute Punktelastizität und Körperunterstützung. Sie ist beidseitig gepolstert und bietet daher einen sehr guten Liegekomfort.

Federkernmatratze oder Kaltschaummatratze – welche Unterschiede gibt es?

Sowohl Federkernmatratzen als auch Kaltschaummatratzen gibt es in guter und schlechter Qualität. Vergleicht man die besten Matratzen im Test, lassen sich die Unterschiede erkennen.

Gute Federkernmatratzen sind punktelastisch und stützen den Körper im Schlaf optimal. Sie können sich ganz genau an die Körperform des Schlafenden anpassen. Die Elastizität der Federn und eine weiche Schaumstoffauflage verhindern Druckschmerzen.

Federkernmatratzen benötigen keinen verstellbaren Lattenrost, da sich die Einstellungen nicht auf die Matratze übertragen.

Gute Kaltschaummatratzen sind ebenfalls punktelastisch und stützen den Körper gut. Sie passen sich an die Körperform an, sind aber etwas weniger elastisch als gute Federkernmatratzen.

Im Dauerbelastungstest mit Gewichten und Walzen unabhängiger Institute wie zum Beispiel Stiftung Warentest ergibt sich in der Regel eine längere Haltbarkeit von Federkernmatratzen im Vergleich zu Kaltschaummatratzen. Bei Kaltschaummatratzen kommt es nach einigen Jahren häufiger zu einer Kuhlenbildung.

Darüber hinaus sind Schaumatratzen wärmer, wer zum Schwitzen neigt, sollte sich für eine Federkernmatratze entscheiden.
Kaltschaummatratzen sind grundsätzlich etwas günstiger als Federkernmatratzen, zumindest bei vergleichbarer Qualität. Durch die geringere Langlebigkeit relativiert sich der Preisvorteil allerdings.

Für Boxspringbetten geeignet?

Ein amerikanisches Boxspringbett ist ein klassisches Federkernbett. Der Unterbau (Spring Box) ist gefedert. Auf den Unterbau kommen eine Federkernmatratze und ein Topper, eine dünne Auflage aus Schaumstoff. Bei einem Boxspringbett ist es allerdings wichtig, dass der Unterbau und die Matratze optimal aufeinander abgestimmt sind. Herkömmliche Federkernmatratzen, die für deutsche Bettensysteme verkauft werden, sind für Boxspringbetten daher nicht unbedingt geeignet. Üblicherweise werden Boxspringbetten als komplettes Bett inklusive Unterbau, Matratze und Topper gekauft.

Woran erkenne ich eine gute Federkernmatratze?

Testergebnisse zum Beispiel von Stiftung Warentest helfen bei der Kaufentscheidung. Darüber hinaus gibt es einige Aspekte, die Sie beim Kauf einer Federkernmatratze beachten sollten.

Eine gute Federkernmatratze (Einzelmatratze) mindestens 1000 Federn auf, je mehr desto besser.

Eine gute Matratze hat eine Gesamthöhe von mindestens 19-24 cm, sie sollte nicht dünner sein.

Die Federn sollten durch eine Polsterauflage aus Kaltschaum abgedeckt sein.

Die besten Matratzen sind Taschentonnenfederkernmatratzen, aber auch Taschenfederkernmatratzen schneiden im Test gut ab.

Der Bezug sollte abnehmbar und waschbar sein.

Beim Probeliegen sollte die Matratze die Wirbelsäule in eine gerade Position bringen. In Seitenlage sinken Becken und Schulter leicht ein. In Rücken- und Bauchlage wird der Beckenbereich optimal gestützt, sodass im Liegen kein Hohlkreuz entsteht.

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