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Matratzen Test Stiftung Warentest 2015 + 2016

Im April 2016 testeten die Prüfer der Stiftung Warentest insgesamt 15 unterschiedliche Matratzen. Zu den Testkandidaten gehörten 8 Modelle aus Kaltschaum und 7 Matratzen aus Latex. Bereits die vergangenen Tests der Stiftung Warentest zeigten, dass der Preis bei Matratzen nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal ist. Dies bestätigt auch der aktuelle Test. Die teuerste Matratze im Test lag bei rund 1.400 Euro, während das preiswerteste Modell nur knapp 70 Euro kostet.

Trotz dieses riesigen Preisunterschiedes unterlag das teure Modell dem günstigen im Test der Stiftung Warentest. Deutsche Käufer investieren pro Jahr rund 1 Milliarde Euro in neue Matratzen. Dies hört sich auf den ersten Blick nach viel Geld an. Im Hinblick auf die jährlich rund 6 Millionen verkauften Matratzen sinkt der durchschnittliche Kaufpreis pro Kunde auf nur noch 170 Euro.

Viele teure Matratzen sind nur mittelmäßig

Im aktuellen Matratzen Test der Stiftung Warentest schneiden die kostspieligen Modelle zwischen 300 Euro und 1.300 Euro nicht gerade am besten ab. Insgesamt schneiden nur 5 Kaltschaum- und 3 Latexmatratzen gut ab. Die meisten Modelle sind nur Mittelmaß und erhalten im Test ein Befriedigend.

Die wichtigste Frage, die sich jeder Matratzenkäufer stellt: Wie liege ich? Da sich die Menschen im Hinblick auf Größe Gewicht und Körperbau unterscheiden, hat die Stiftung gleich für 4 unterschiedliche Typen getestet. Berücksichtigt wurden sowohl Seiten- als auch Rückenschläfer.

Stiftung Warentest Matratzen Testsieger 2016

Aktuelle Testsieger 2016 Schaumstoffmatratzen:

PlatzierungMatratzennameNoteJahr
1. PlatzSchlaraffia Formula Plus ZwoGesamtnote: 2,4 (Gut)(04/2016)
2. Platzf.a.n. Emil KSGesamtnote: 2,5 (Gut)(04/2016)
2. Platzf.a.n. Medisan Max KSGesamtnote: 2,5 (Gut)(04/2016)
2. Platzf.a.n. Megamax KSGesamtnote: 2,5 (Gut)(04/2016)
2. PlatzMatratzen Concord Vitalis TrioGesamtnote: 2,5 (Gut)(04/2016)
3. PlatzBreckle Memory Pure RoyalGesamtnote: 2,6 (Befriedigend)(04/2016)
4. PlatzMusterring Orthomatic First Class KSGesamtnote: 2,7 (Befriedigend)(04/2016)
5. PlatzIkea Myrbacka Memory-SchaummatratzeGesamtnote: 3,2 (Befriedigend)(04/2016)

 

Aktuelle Testsieger 2016 Latexmatratzen:

PlatzierungMatratzennameNoteJahr
1. PlatzDiamona Latex PureGesamtnote: 2,5 (Gut)(04/2016)
1. PlatzRavensberger LatexcoGesamtnote: 2,5 (Gut)(04/2016)
1. PlatzWerkmeister HanseaticGesamtnote: 2,5 (Gut)(04/2016)
2. PlatzRöwa Lega SmaragdGesamtnote: 2,6 (Befriedigend)(04/2016)
3. PlatzDunlopillo Latex Star 200Gesamtnote: 3,0 (Befriedigend)(04/2016)
3. PlatzDunlopillo Latex Natura 1600 PlusGesamtnote: 3,0 (Befriedigend)(04/2016)
4. PlatzDormiente Natural Classic MediformGesamtnote: 3,5 (Befriedigend)(04/2016)

Diese Matratzen aus früheren Tests sind noch zu haben:

Neben den aktuellen Matratzen gibt es auch noch einige ältere Modelle, die von der Stiftung Warentest in der Vergangenheit getestet wurden. Einige Latex- und Schaumstoffmatratze konnten die Prüfer überzeugen und erhielten eine gute Gesamtnote. Folgende empfehlenswerte Modelle können immer noch im Handel erworben werden:

Schaumstoffmatratzen:

– Bett1.de Bodyguard Anti-Kartell-Matratze (Hart) – Gesamtnote: 1,8 (Gut) (2015)

– Diamona Perfect Fit Plus (Mittel) – Gesamtnote: 2,3 (Gut) (2015)

– Swissflex Versa 20 Geltex Inside (Mittel) – Gesamtnote: 2,5 (Gut) (2015)

Latexmatratzen:

Allnatura Naturlatex-Matratze Supra-Comfort Allergie (Mittel) – Gesamtnote: 2,2 (Gut) (2015)

– Waschbär Naturmatratze Latex 1 (Mittel) – Gesamtnote: 2,3 (Gut) (2015)

– Sembella Belair Clima Natur mit Bezug Aqua (Mittel) – Gesamtnote: 2,5 (Gut) (2015)

Wie testete die Stiftung Warentest?

Bei ihrem aktuellen Matratzentest verwendete die Stiftung Warentest im Großen und Ganzen dieselben Kriterien wie bei ihren älteren Tests. Die verschiedenen Kaltschaum- und Latexmatratzen wurden von den erfahrenen Prüfern zwischen September und Dezember 2015 eingekauft. Die Tester wurden in 4 Typen unterteilt. Aufgrund dieser sinnvollen Unterteilung können bei den Test die unterschiedlichen Körperformen der Menschen berücksichtigt werden. H-Typen sind große und auch schwere Menschen, die viel Gewicht an Bauch und an den Schultern auf die getesteten Matratzen bringen. E-Typen sind ebenfalls große und schwere Menschen, mit einem ähnlich schweren Gewicht an Bauch, Becken und Schultern.

rueckenschlaefer

I-Typen sind leichtere sowie kleinere Menschen, bei denen sich das Gewicht gleichmäßig verteilt. A-Typen sind Frauen und Männer, bei denen die Schultern leichter und schmaler als der Becken- und Bauchbereich sind. Folgende Kriterien spielten beim Test eine Rolle: die Liegeeigenschaften, das Schlafklima, die Haltbarkeit der Matratze, Gesundheit und Umwelt, Handhabung sowie Deklaration und Werbung. Das Qualitätsurteil (Gesamtnote) setzt sich aus der Benotung der einzelnen Bereiche zusammen. Abwertungen sind mit einem „Sternchen“ gekennzeichnet und wirken sich natürlich nachteilig auf das Qualitätsurteil aus. Je schlechter die einzelnen Urteile in den Kategorien, desto stärker fällt die Abwertung aus.

Nicht jede Matratze passt zu jedem Typ

In der Regel kommt es sehr selten vor, dass alle unterschiedlichen Typen auf ein und derselben Matratze gleich gut liegen. Die Bodyguard von Bett1 stellt hierbei eine Ausnahme dar. Die Schaumstoffmatratze wurde im Jahr 2015 (Heft 7/2015) von der Stiftung Warentest getestet und erhielt eine gute Gesamtnote von 1,8. Mit rund 200 Euro gehörte sie sogar zu den günstigen Matratzen. Im aktuellen Test (4/2016) kann nur die Werkmeister Hanseatic alle Typen gleichermaßen überzeugen. Im direkten Vergleich zur Bodyguard kostet die Hanseatic deutlich mehr Geld (rund 1.300 Euro), besitzt Schwächen im Hinblick auf die Haltbarkeit und riecht selbst nach 4 Wochen nach dem Entpacken immer noch stark.

Schwere Menschen haben es schwerer

Kleine Personen mit einem geringeren Körpergewicht (A-Typen) haben es bei der Matratzenwahl am einfachsten. Sie finden auf fast jedem Schaumstoffmodell und aus 2/3 der Latexmodelle gute Liegebedingungen vor. Für I-Typen besitzt jede zweite Matratze gute Eigenschaften. Für die schweren H-Typen ist es um einiges schwerer eine passende Matratze mit guten Liegeeigenschaften zu finden.

Das Gleiche gilt auch für die etwas schmaleren E-Typen. Beide Typen sinken in der Regel zu tief beim Schlafen in die Matratze ein. Für Seitenschläfer sind die Werkmeister Latexmatratze oder die Musterring Kaltschaummatratze gute Empfehlungen. Rückenschläfer haben eine etwas größere Auswahl.

Matratzen Empfehlungen für Frostbeulen und Schwitzer

Jedes Matratzenmaterial hat Vorteile und Nachteile. Im Hinblick auf das Wärmeempfinden haben sowohl Latex als auch Kaltschaum gute isolierende Eigenschaften. Beide Materialien sind somit empfehlenswert für Frostbeulen. Federkernmatratzen sind dafür besser geeignet für Menschen, die nachts schnell schwitzen. Kaltschaum wird mit der Zeit durch Wärme und Schweiß eher weicher, während Latex weniger anfällig ist.

Die Matratzen Diamona und Ravensberger haben den 8- bis 10-jährigen Haltbarkeitstest der Stiftung Warentest mit Bravour bestanden. Nur die Werkmeister, die für alle Schlaftypen geeignet ist, schwächelt. Matratzen aus Kaltschaum sind generell leichter als Modelle aus Latex und lassen sich einfacher handhaben.

Die Härteangaben sind nicht immer korrekt

In einigen Fällen lässt die Deklaration der Härteangaben zu wünschen übrig. Zum Beispiel ist die Musterring um einiges weicher als angegeben. Ikea gibt bei seiner Myrbacka nicht mal einen Härtegrad an. Nach wie vor ist es für Käufer sehr ärgerlich, dass sie die Matratzen zu Hause ausdünsten lassen müssen. Die meisten Matratzen riechen selbst nach einem Monat noch.

Ein Labortest der Stiftung Warentest ergab jedoch, dass die Ausdünstungen in der Regel nicht gesundheitsschädlich sind. Nur die Dormiente setzt in der Anfangszeit kleinere Mengen Tetrachlorethen ab. Dieser Stoff soll anscheinend krebserregend sein. Generell sollte jede Matratze mindestens einen Tag lang ausdünsten können.

Kaltschaummatratzen im Test

große und schwere Menschen, die am liebsten auf dem Rücken schlafen, liegen auf den Matratzen Breckle, Concord und Schlaraffia am besten. Die Musterring eignet sich hervorragend für schwergewichtige Seitenschläfer. Kleine und leichtere Personen schlafen am besten auf der f.a.n, der Schlaraffia, Musterring und Concord.

Alle Kaltschaummatratzen werden mit der Zeit auf jeden Fall weicher und riechen nach dem Auspacken unangenehm.

So liegt man auf einer Kaltschaummatratze

So liegt man auf einer Kaltschaummatratze

Latexmatratzen im Test

Auf der Werkmeister liegen schwere, leichte, große und kleine Menschen gleichermaßen gut. Sowohl Rücken- als auch Seitenschläfer kommen auf ihre Kosten. Für Rückenschläfer sind auch die Matratzen von Ravensberger und Röwa empfehlenswert. Leichtgewichtige Menschen liegen in der Seitenposition auf beiden Matratzen ebenfalls gut.

Die Ravensberger und die Diamona altern kaum. Alle Latexmatratzen riechen am Anfang etwas unangenehm und wiegen relativ viel. Dies erschwert das Drehen und Wenden.

So sehen Latexmatratzen aus

So sehen Latexmatratzen aus

Stiftung Warentest Matratzten Test 2015

Die Stiftung Warentest filtert in ihrem großen Matratzen-Dauertest die besten Matratze für verschiedene Körperformen heraus. Der Hintergrund: Nicht jede Matratze eignet sich auf dieselbe Weise für verschieden gebaute Menschen. Im Labor finden die Tester außerdem heraus, wie hart Matratzen wirk­lich sind, denn die Härte­angaben vonseiten der Hersteller stimmen oft nicht – in der Regel sind die Matratzen etwas weicher als angegeben. Ein wichtiges Ergebnis aus dem Matratzen Test lautet: Teure Matratzen sind keinesfalls immer gut, im Gegenteil.

Wie testete die Stiftung Warentest Matratzen 2015?

Zunächst einmal ordnet sie die Liegeeigenschaften den sogenannten „HEIA“-Typen zu:

  • H-Typen sind groß und kompakt,
  • E-Typen sind groß und schlank,
  • I-Typen sind klein und schlank, die
  • A-Typen schließlich sind klein mit kräftigem Becken.

Klein heißt immer klein bis mittelgroß. Dann unterteilt die Stiftung Warentest ihre Testergebnisse in die vier Produktgruppen Schaumstoffmatratzen, Federkern­matratzen, Latexmatratzen und Boxspring-Betten. Ein erstaunliches Ergebnis des Tests ist übrigens, dass im großen Durchschnitt die (vergleichsweise teuren) Boxspring-Betten schlechter abschneiden, die (ebenfalls nicht billigen) Latexmatratzen wiederum ziemlich gut. Beide Sorten nehmen am Markt eine Außenseiterposition ein, die meisten Menschen kaufen sich eine Schaumstoff- oder Federkernmatratze. Bei der Bewertung kommen die nachfolgend erörterten sieben Kategorien zum Ansatz.

  • Liegeeigenschaften: 35 % der Bewertung stammen aus dieser Kategorie, wobei die Liegeeigenschaften gesondert für die HEIA-Typen bestimmt werden.
  • Schlafklima: 5 % der Bewertung resultieren aus Wärme- und Feuchtig­keits­entwick­lung.
  • Halt­barkeit: 20 % des Tests betreffen die mit einer monströsen Walze ermittelte Haltbarkeit.
  • Bezug: 10 % des Ergebnisses basieren auf der Wasch­barkeit des Bezuges und möglichen Beein­trächtigungen.
  • Gesundheit und Umwelt: Mit 10 % bewerten die Tester Schadstoffe und Geruchsbelästigung sowie Recyclingmöglichkeiten.
  • Hand­habung: 10 % basieren auf Transport- und Wendemöglichkeiten.
  • Deklaration und Werbung: Diese 10 % werten oft gar nicht schlechte Matratzen ab, denn die Stiftung Warentest schaut sehr genau auf die Werbeaussagen der Hersteller

Testsieger und Testverlierer aus dem Matratzentest der Stiftung Warentest 2015

Die hier aufgeführten Testsieger und Testverlierer stammen aus allen vier Kategorien.

Testsieger

Testverlierer

  • Schlaraffia Telesto mit dem test-Qualitätsurteil “AUSREICHEND” (4,0) Heft 11/2010
  • Schlaraffia Care 300 mit dem test-Qualitätsurteil “AUSREICHEND” (4,0) Heft 11/2010
  • Ruf Cumo-Top mit dem test-Qualitätsurteil “AUSREICHEND” (4,0) Heft 1/2012
  • Femira Boxspring-Bett F100 mit Topper Couture KS mit dem test-Qualitätsurteil “AUSREICHEND” (4,0) Heft 09/2013
  • Winkle Lomo Bonnell­federkern­matratze mit dem test-Qualitätsurteil “AUSREICHEND” (4,0) Heft 02/2011
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