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Gelmatratze Test im 2016

Beispiel für eine Gelmatratze

Beispiel für eine Gelmatratze

Gelmatratzen sind recht beliebt und stellen einen guten Kompromiss zwischen einer Kaltschaummatratze und einem Wasserbett dar. Im direkten Vergleich zu einem Wasserbett ist eine Gelmatratze nicht mit einer Flüssigkeit gefüllt, sie enthält ein zähes Gel. Dennoch sinkt der Körper ähnlich wie beim Wasserbett in die Matratze ein, er schaukelt aber nicht hin und her wie bei einem Wasserbett.

Die störenden Geräusche, die Wasserbetten verursachen, gibt es bei den Gelmatratzen nicht. Matratzen aus Gel bestehen nicht aus einem festen Werkstoff wie herkömmliche Federkernmatratzen. Zum Einsatz kommt eine weiche und zähflüssige Verbindung aus Kunststoff. Im Inneren einer Gelmatratze befinden sich viele kleine Gelpolster. Dadurch bietet die Gelmatratze einen sehr hohen Liegekomfort, denn sie passt sich optimal an die Körperform an. Im Vergleich zu einem Wasserbett federt die Gelmatratze die Bewegungen des Schlafenden ab, gibt sie aber nicht wieder zurück an ihn. Aus diesem Grund eignen sich Gelmatratzen auch besonders gut für Menschen, die einen sehr unruhigen Schlaf haben und sich in der Nacht viel bewegen. Dank der mitlaufenden Anpassung der Matratze wird der Schlafende nicht gestört und kann nach einer Bewegung wieder bequem weiterschlafen.

Für Menschen, die gerne auf einem harten bis sehr harten Untergrund liegen, ist eine Gelmatratze eher weniger geeignet. Besonders Menschen mit einem höheren Gewicht werden einige Matratze eher als unbequem empfinden, denn sie sinken zu stark in die Matratze ein. Besonders gut geeignet sind Gelmatratzen für Allergiker. Genau wie jede andere Art von Matratze ist die Gelmatratze mit einer Baumwollhülle umgeben. Diese kann leicht abgezogen und einfach gewaschen werden. Dank der Nachgiebigkeit der Gelmatratze ist es sehr leicht, die Baumwollhülle ab- und wieder aufzuziehen. Der Matratzenkern besteht aus qualitativ hochwertigem und Stoff und besitzt eine glatte Oberfläche. Aus diesem Grund lässt er sich sehr leicht feucht abwischen und problemlos reinigen.

Menschen mit Allergien müssen deshalb nicht befürchten, dass sich schädliche Hausstaubmilben in die Matratze einnisten können. Auch Hautschuppen oder auslaufende Flüssigkeiten können sich auf keinen Fall in einer Gelmatratze festsetzen. Dies macht die moderne Matratze zu einer sehr langlebigen und auch hygienischen Alternative zu einer herkömmlichen Federkern- oder Kaltschaummatratze. Im Matratzen Test 2016 haben wir natürlich auch Gelmatratzen getestet.

Wie ist eine Gelmatratze aufgebaut?

Jede Gelmatratze besteht aus unterschiedlichen Schichten. Die oberste Schicht der Matratze und damit auch dem Körper am nächsten ist der Gelschaum. Die Gelschaumplatte ist zwischen 2 cm und 8 cm hoch und ermöglicht eine gute Körperanpassung sowie Druckentlastung. Unter dieser Schicht befindet sich der Schaum-Unterbau. Dieser ergänzt die Gelschaumplatte und sorgt dabei für den benötigten Gegendruck. Der Schaum-Unterbau ist ungefähr dreimal so dick wie die Gelschaumplatte. Die beiden äußeren Schichten der Gelschaumatratze bestehen aus Obermaterial. Für diesen Zweck wird zum Beispiel ein Bezug aus Baumwolle verwendet.

Eigenschaften der Gelmatratze

Vorteile:

der Gelschaum passt sich präzise an den Körper an
besonders gut für unruhige Schläfer geeignet
das Material behält auch bei kühleren Temperaturen eine hohe Anpassungsfähigkeit
durch eine Reduktion der Druckpunkte entsteht eine optimale Druckentlastung
die Wirbelsäule wird durch den festen Schaumunterbau sehr gut gestützt
Gelmatratzen sind sehr langlebig
die Bewegungen werden nicht an den Nutzer zurückgegeben
sehr gut für Allergiker und leicht schwitzende Menschen geeignet
die Pflege ist nicht besonders aufwendig

Nachteile:

Gelmatratzen besitzen ein hohes Eigengewicht
für Personen mit einem höheren Gewicht eher weniger geeignet
Gelmatratzen müssen besonders schonend behandelt werden

Welche Gelmatratzen Typen gibt es?

Generell lassen sich die Gelmatratzen in 3 unterschiedliche Typen unterteilen.

Matratzen mit einer Gelschicht basieren auf einer stabilen Unterschicht. Auf dem Unterbau befindet sich eine spezielle Gelschicht und diese besteht in der Regel aus einzelnen Gelwürfeln. Zwischen den einzelnen Würfeln gibt es Lüftungsschlitze und diese sorgen für eine sehr gute Belüftung. Bei qualitativ hochwertigen Gelmatratzen ist das verwendete Gelgranulat diffusionsoffen. Dadurch werden Wärme und Feuchtigkeit optimal transportiert. Dank der Gelschicht passt sich die Matratze an die jeweilige Körperkontur an. Da sie relativ schnell ihre ursprüngliche Form wieder annimmt, bilden sich keine Liegemulden.

Gel-Betten sind im Grunde eine Variation der Wasserbetten. Sie sind jedoch nicht mit Wasser, sondern mit einem speziellen Gel-Granulat gefüllt. Im direkten Vergleich zu einem klassischen Wasserbett kann ein Gel-Bett die Bewegungen nicht zurückgeben. Des Weiteren sind die Gel-Betten um einiges preiswerter als Wasserbetten. Generell lässt sich ein Gel-Bett mit einer Heizung ausstatten. Die steigert im Winter den Schlafkomfort. Mit einer isolierenden Auflage lassen sich aber ebenfalls gute Ergebnisse erzielen.

Matratzen mit einem Gel-Kern sind eine Mischform aus Kaltschaummatratze und Gelmatratze.
In der Kaltschaummatratze befindet sich eine 5 cm starke Gelschicht. Die Kombination aus beiden Matratzenarten ist sehr vorteilhaft. Die Kaltschaummatratze bietet eine sehr gute Durchlüftung und die Gelmatratze eine optimale Anpassungsfähigkeit.

Worauf beim Kauf achten?

Härtegrad

Ein Gelkissen

Ein Gelkissen

Gelmatratzen werden im Handel mit unterschiedlichen Härtegraden angeboten. Welcher Härtegrad optimal ist, hängt vor allem vom Gewicht des Nutzers ab. Für normalgewichtige Menschen mit einem Körpergewicht von bis zu 70 Kilogramm eignet sich eine Matratze mit dem Härtegrad H1. Bis zu einem Gewicht von 80 Kilogramm ist der Härtegrad 2 empfehlenswert. Schwergewichtige Menschen mit einem Gewicht von bis zu 100 Kilogramm sollten eine Matratze mit dem Härtegrad H3 kaufen. Für Menschen, die mehr als 100 Kilogramm wiegen, ist eine Gelmatratze mit dem Härtegrad 4 empfehlenswert.

Höhe

Die Höhe der Gelschaumatratze spielt eine wichtige Rolle. Je höher die darunterliegende Schaumschicht, desto besser wird der Körper gestützt. Die Gesamthöhe einer Gelmatratze sollte somit mindestens 15 cm betragen. Je höher die Gelpolsterung, desto tiefer sinkt der Körper ein und desto weicher liegt man.

Raumgewicht

Die Qualität einer Gelmatratze erkennen Käufer natürlich auch am Raumgewicht der Schäume. Gelschaumplatten mit einem Raumgewicht von 50, in Kombination mit einem Schaumkern, der mindestens ein Raumgewicht von 25 besitzt, sind besonders empfehlenswert.

Stauchhärte

Die Stauchhärte einer Matratze spielt im Hinblick auf das Liegegefühl eine sehr wichtige Rolle. Dieser Wert wird in kPA (Pascal) angeben. Er beschreibt den Druck, der vonnöten ist, damit ein Schaumblock von seinem Ursprungszustand um einen bestimmten Prozentsatz zusammengedrückt wird. Je höher die Stauchhärte der Matratze, desto weniger sinkt der Körper ein. Eine Stauchhärte von 40 kPA oder mehr hält größeren Belastungen Stand und eignet sich für Menschen mit einem Körpergewicht von bis zu 120 Kilogramm.

Bezug

Eine Gelmatratze kann wie andere Matratzen mit unterschiedlichen Bezügen gekauft werden. Generell sollte man beim Kauf darauf achten, dass der Bezug auf jeden Fall abnehmbar ist. Dadurch lässt sich der Bezug problemlos in der Waschmaschine reinigen. Als Materialien eigenen sich unter anderem Doppeltuchbezüge aus Klimafasern oder aus synthetischen Fasern. Diese sind bis zu 60 Grad waschbar. Eine weitere Alternative ist die moderne Merinohülle mit ihrer natürlich klimaregulierenden Merinowolle. Diese Bezüge sind bis zu 40 Grad waschbar.

Zonierung

Für einen maximal hohen Liegekomfort sorgen 7 ergonomische Liegezonen, die mit einer 3D-Profilierung und mit Einlegern versehen sind. Eine zusätzliche Schultereinlage ist ebenfalls von Vorteil. Eine weiche Schulterzone ermöglicht eine gesunde Wirbelsäulenposition.

Variante der Gelmatratze

Käufer haben generell die Wahl zwischen 3 unterschiedlichen Varianten. Diese spielen nicht nur im Hinblick auf den Preis, sondern auch auf die Unterlage eine wichtige Rolle. Für ein Gel-Bett wird auf jeden Fall ein äußerst stabiler Boden benötigt. Matratzen mit einer Gelschicht oder einem Gelkern sind genügsamer.

Pflege Tipps

Matratzen mit einer Gelschicht oder einem Gelkern können recht einfach gepflegt und gereinigt werden. Ein feuchtes Tuch reicht dank der glatten Oberfläche bereits aus. Spezielle Reinigungsmittel werden für diesen Zweck nicht benötigt. Um Feuchtigkeit zu vermeiden und die Langlebigkeit der Matratze zu erhalten, sollte diese allerdings regelmäßig gelüftet und auch gewendet werden. Besitzt die Matratze einen abnehmbaren Bezug, so lässt sich dieser einfach abnehmen und in einer Waschmaschine reinigen. Gel-Betten müssen sehr schonend behandelt werden. Die Oberfläche der Vinyl-Hülle lässt sich aber ebenfalls ohne Aufwand reinigen.

Welche Lattenroste sind geeignet?

Einsinken in eine Gelmatratze

Einsinken in eine Gelmatratze

Die Wahl eines geeigneten Lattenrosts ist sehr wichtig, denn dieser dient als stützende Unterlage. In der Regel sind Gelmatratzen relativ flexibel und sind mit elektrischen, verstellbaren und auch starren Lattenrosts kompatibel. Ein passender Lattenrost muss unter Berücksichtigung des gesamten Gewichts (Raumgewicht der Matratze und Körpergewicht) ausgewählt werden. Für moderne Federkernmatratzen, die eine Gelschicht besitzen, muss ein besonders stabiler Lattenrost gekauft werden. Handelt es sich um ein Gelbett, dann ist ein robuster und stabiler Unterbau vonnöten. Da der Aufbau dem eines klassischen Wasserbettes entspricht, wird ein klassischer Lattenrost nicht benötigt.

Für Boxspringbetten geeignet?

Gel-Betten sind geschlossene Systeme und können nicht mit einem normalen Boxspringbett kombiniert werden. Matratzen mit einer Gelschicht oder einem Gelkern lassen sich prinzipiell in einem Boxspringbett verwenden. Viel Sinn macht dies allerdings nicht, da die Gelmatratzen an sich bereits eine sehr hohe Druckentlastung bieten.

Woran erkenne ich eine gute Gelmatratze?

Eine qualitativ hochwertige Gelmatratze erkennen Käufer zum einen an dem höheren Preis und zum anderen an bestimmten Eigenschaften. Bei den Gelmatratzen mit Gelkern oder Gelschicht spielt die Matratze an sich eine entscheidende Rolle. Die herkömmlichen Kriterien wie der Härtegrad, das Raumgewicht und die Höhe geben Aufschluss über die Qualität. Der Gelkern sollte mindestens eine Höhe von 5 cm besitzen. Die Gelschicht sollte mindestens 3 cm hoch sein. Gel-Betten werden im Hinblick auf die Qualität ähnlich beurteilt wie klassische Wasserbetten.

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