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Bonnell-Federkernmatratze Test 2016

Schlafstörungen sind lästig, aber leider für viele Menschen ein Problem. Und da man durchschnittlich ein Drittel seines Lebens mit Schlafen verbringt, sollte man dieses Problem lösen. Beispielsweise mit der richtigen Matratze. Welche je nach Schlafgewohnheit, Körpergröße und –gewicht für jeden durchaus andere Eigenschaften aufweisen kann und soll. Im Handel gibt es diverse Modelle aus unterschiedlichen Materialien, so dass mancher Kunde durchaus mal die Übersicht verliert.

Auch die unterschiedlichen Materialien, wie Schaumstoff, Latex oder Taschenfederkern, erschweren die Wahl der richtigen Matratze. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch der Schweiß und wie schnell die Feuchtigkeit abtransportiert wird. Für einen guten Schlaf ist zudem die punktgenaue Elastizität von großer Bedeutung. Nicht umsonst schläft die Hälfte der deutschen Bevölkerung auf einer Federkernmatratze. Wir haben im Matratzen Test 2016 viele Bonnell-Federkernmatratzen getestet.

Was ist eine Bonnell-Federkernmatratze?

Die Bonnell-Matratzen gehören zur Gruppe der Federkernmatratzen und bestehen nur zu einem geringen Teil aus Metallfedern, weshalb diese Art hauptsächlich für die leichteren Menschen gedacht ist. Für Bauch- und Rückenschläfer ist eine Bonnell-Federkernmatratze ideal, weil sie besonders durch die sehr gute Luftzirkulation ein optimales Schlafklima bietet.

Durch thermoelektrische Bearbeitung der Federn sind diese äußerst flexibel und passen sich je nach Belastung dem Körpergewicht perfekt an. Bonnell-Federkernmatratzen sind aufgrund ihres Aufbaus leicht und deshalb auch schnell zu wenden oder zu transportieren.

Wie ist eine Bonnell- Federkernmatratze aufgebaut?

Bei jeder Federkernmatratze bildet der Federkern die Basis. Dieses System besteht aus mehreren miteinander verbundenen Stahlfedern. Die besondere Eigenschaft besteht darin, dass sie sich nach einer Belastung grundsätzlich wieder in ihre Ausgangsposition begeben. Um diesen Effekt zu erhalten, werden bei der Herstellung ausschließlich Druckfedern verwendet.

Die Aufgabe dieser Matratze ist es, den Körper während des Liegens mit einer geraden Aufliegefläche zu stützen. Der Rücken- und Nackenbereich wird stabilisiert und geschützt. Bonnell-Federkernmatratzen sind in 3 Schichten aufgebaut. Diese bestehen aus der Schutzschicht der Federn, der Polsterung zwischen den Federn und dem Ober- sowie dem Untermaterial selbst.

Im Gegensatz zu anderen Federkernmatratzen besitzen die Bonnell-Modelle taillierte Stahlfedern mit einer geringeren Anzahl und einem geringeren Durchmesser, wodurch die Matratze insgesamt etwas weicher empfunden wird und deshalb, auch aufgrund der geringeren Stützkraft, eher für leichtere Personen empfehlenswert ist.

Worin besteht der Unterschied zu Taschenfederkernmatratzen?

Während bei einer Bonnell-Federkernmatratze die einzelnen Federn durch Drähte verbunden sind, haben in Taschenfederkernmatratzen die Federn die Form von kleinen Tonnen, welche in der Mitte schmaler sind. Diese Federn sind einzeln in kleine Taschen eingearbeitet und erreichen damit eine hohe Festigkeit. Taschenfederkernmatratzen reagieren auf den Körper punktelastisch. Darunter ist zu verstehen, dass die Matratze an den Stellen nachgibt, wo der Schlafende aufliegt.

Während also der Druck des Körpergewichts bei einer Bonnell-Federkernmatratze aufgrund des Aufbaus auf eine große Fläche verteilt wird und der Liegekomfort eher als weich bezeichnet werden kann, liegt man auf einer Taschenfederkernmatratze härter. Das ist besonders bei Personen mit einem Gewicht über 100 kg oder Bandscheibengeplagte zu empfehlen.

Worauf beim Kauf achten?

Bonnel-Federkernmatratzen sind in der Anschaffung meist sehr günstig, trotzdem sollte man auf einige Dinge besonders achten:

Haltbarkeit

Auf eine lange Haltbarkeit sollte jeder Käufer Wert legen. Bei minderwertigen Matratzen können sich nach einiger Zeit die Federn durch die Polsterung scheuern und der Liegekomfort in erheblichem Maße eingeschränkt werden.

Richtiger Lattenrost

Federkernmatratzen, und eine Bonnell-Federkernmatratze im speziellen, liegen am besten auf einem unverstellbaren Lattenrost. Denn nur auf einer geraden Ebene kann die Matratze optimal genutzt werden.

Härtegrad

Unterschiedliche Härtegrade stehen Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zur Verfügung. Die Härtegrade gehen von H 1 (weich) bis H 3 (hart) und sind leider nicht genormt, sondern von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Deshalb wird ein Probeliegen vor dem Kauf immer empfohlen. Nicht nur die persönlichen Wünsche spielen bei der Auswahl eine Rolle, sondern auch das eigene Körpergewicht. Prinzipiell sollte man, je höher das Gewicht ist, eine härtere Matratze wählen.

Schadstoffbelastung

Auch wenn die meisten der angebotenen Federkernmatratzen keine Schadstoffe mehr aufweisen, sollte man stets auf ein Gütesiegel achten. Die Öko-Tex-Gemeinschaft, ein Verbund aus internationalen Textilforschungsinstituten vergibt ebenso wie das eco-Umweltinstitut aus Köln Qualitätssiegel für die Prüfung auf Schadstoffe.

Bonnell-Federkernmatratze im Test der Stiftung Warentest

2011 wurden Federkernmatratzen durch die Stiftung Warentest einer Prüfung unterzogen. Dabei wurden die Liegeeigenschaften, das Schlafklima, die Haltbarkeit und der Bezug hinsichtlich Waschbarkeit, die Verarbeitung oder Beeinträchtigung durch Nässe untersucht.

Beim Liege – und Haltbarkeitstest simulierte eine Walze die Beanspruchung während zehn Jahren. Die meisten Matratzen bestanden diesen Dauertest. Bei dem Modell „Lomo Bonellfederkernmatratze“ von Winkle brachen allerdings gleich mehrere Federn. Deshalb erhielt die im Test billigste Matratze nur eine „ausreichende“ Bewertung und landete auf dem letzten Platz.

Testsieger mit der Note „gut“ wurden zwei Taschenfedermatratzen: Das Modell „Basis Moon 7“ von Schlaraffia sowie die Ikea Matratze „Sultan Hjartdal“. Beide bestanden den Haltbarkeitstest und konnten auch mit den besten Liegeeigenschaften überzeugen. Pluspunkte gab es außerdem wegen sehr guter Bezüge (Schlaraffia) beziehungsweise einer dämpfenden Auflage aus Polyurethan (Ikea).

Abgezogen wurden bei allen im Test vorliegenden Matratzen Punkte für die penetranten Gerüche beim Auspacken. Auch wenn bei keinem giftige Schadstoffe gefunden wurde, sollte das Auslüften vor der erstmaligen Benutzung selbstverständlich sein.

Sind Bonnell-Federkernmatratze für Boxspringbetten geeignet?

In einem Boxspringbett, welches aus drei Teilen besteht, sind neben dem Boxspring und dem Topper meist Bonnell- oder Taschenfederkernmatratzen enthalten. Welche Art von Matratze ein Boxspringbett beim Kauf aufweisen soll, hängt davon ab, welche Liegeeigenschaften und welches Körpergewicht der Kunde mitbringt.

Bei leichteren Personen eignet sich hier die Bonnellfederkernmatratze, während schwere Kunden eher zu der stabileren Taschenfederkernmatratze greifen sollten. Die Bonellfederkerne befinden sich allerdings nicht in der Matratze, sondern in der Unterbox. Hierdurch ergibt sich für den Schläfer dann auch das boxspring-typische leicht federnde Liegegefühl.

Welchen Lattenrost für Bonnell-Federkernmatratze wählen?

Für eine ausgewogene Luftzirkulation gehört unter jede Matratze ein Lattenrost. Der Mensch verliert im Schlaf bis zu einem halben Liter Flüssigkeit pro Nacht, welche zum Großteil an die Matratze abgegeben wird. Deshalb ist es wichtig, dass ein guter Lattenrost unterhalb der Matratze die Feuchtigkeit wieder abgeben kann.

Eine weitere wichtige Funktion erfüllt der Lattenrost, zusammen mit der Matratze, als Anpassung an die Körperkonturen. Der schlafende Körper sollte gestützt und entlastet werden. Für eine Bonnell-Federkernmatratze eignet sich dabei ein starrer Lattenrost am besten. Ein verstellbarer sollte für diese Art der Matratze nicht gewählt werden. Denn die damit mögliche manuelle Einstellung der Kopf- und Fußhöhe ist nur bei einer Kaltschaummatratze nützlich.

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