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Kindermatratzen Test 2016

Im großen Kindermatratzen Test haben wir etliche Modelle getestet und stellen Ihnen hier die Testsieger. Außerdem erklären wir Ihnen, worauf Sie beim Kauf Ihrer neuen Kindermatratze unbedingt achten sollten.

Was ist eine Kindermatratze

Im Prinzip unterscheidet Kindermatratzen nur wenig von den Matratzen für Erwachsene. Sie sind mit Matratzenkern und der Ummantelung aufgebaut. Im Gegensatz zu den Liegeunterlagen für Erwachsene wird auf verschiedene Komfortzonen verzichtet, das noch geringe Gewicht von Kindern erfordert diese Ausstattung nicht. Die Matratzen sind selten mit Drell bezogen, pflegeleichte Stoffbezüge haben den Vorrang.

Warum benötigen Kinder eine Kindermatratze und keine normale Matratze?

Die Wirbelsäule von Babys und Kleinkindern ist noch empfindlich. Sie bedarf also, trotz des geringen Gewichtes, das sie zu tragen hat, im Schlaf einer besonders sorgfältigen Abstützung. Dünne, weiche Schaumstoffauflagen erfüllen diesen Anspruch kaum. Daneben ist für Kleinkinder das Bett keine reine Ruhezone: Strampeln, Hopsen, Hüpfen und Turnen sind angesagt.

Dieser Belastung muss eine Matratze fürs Kinderbett gewachsen sein. Daneben sind die gesundheitlichen Anforderungen an die Auflage besonders hoch. Schadstofffreiheit ist grundlegende Voraussetzung, wie überall im Kinderzimmer, dass die Matratze Feuchtigkeit gut abtransportiert ein weiterer wichtiger Aspekt.

Aufbau einer Kindermatratze

Allgemein üblich ist ein Aufbau aus Kern und Ummantelung. Für die Jüngsten werden keine Komfortzonen mit verschieden hoher Belastungserwiderung notwendig, im Gegenteil, diese bei Matratzen für Erwachsene übliche Einteilung ist eher nachteilig. Einer gleichmäßige Belastbarkeit ist der Vorzug zu geben.

Matratzen aus Schaumstoff sollten idealer Weise über senkrechte Lüftungskanäle verfügen, eine härtere Trittkante muss unbedingt gut verarbeitet und fest angeklebt sein. Kindermatratzen aus Schaumstoff sind leicht und preisgünstig, sie eignen sich daher als Reisematratzen oder fürs Zweitbett bei den Großeltern.

Im Gegensatz zu Matratzen aus reinem Schaumstoff geben Matratzen aus Kaltschaum Druck gleichmäßiger nach. Je nach Qualität sind sie ein- bis mehrlagig aufgebaut und mit zusätzlicher körperfreundlicher Schaumpolsterung ausgestattet. Hier sorgen Belüftungskanäle und Luftkammern für ein besonders angenehmes Schlafklima und raschen Feuchtigkeitstransport.

Beliebt sind auch Ausführungen in Kokos-Latex. Diese Art wird von ökologisch denkenden Eltern bevorzugt, der Schlafkomfort ist gut. Diese Matratzen sind eher dünn, dennoch schwer. Sie bestehen aus zwei unterschiedlichen harten Seiten – Latex für Babymatratzen und Kokos für Kleinkinder. Die übliche Belüftung mit Kanälen wird hier ebenfalls angeboten.

Eine wichtige Rolle kommt dem Bezug zu. Er muss unbedingt leicht abzunehmen sein, ein Rundum-Reißverschluss erleichtert dies. Dass der Bezug voll waschbar, einlaufsicher und für den Wäschetrockner geeignet sein soll, ist ebenfalls eine grundlegende Voraussetzung.

Die beliebteste Standardgröße beträgt 0,70 Meter auf 1,40 Meter. Diese Matratzen passen in die handelsüblichen Gitterbettchen. Auch von der Höhe sind die speziellen Matratzen darauf abgestimmt. Ausnahmen von dieser üblichen Größe bilden die Auflagen eines bekannten schwedischen Herstellers, sie messen 0,70 Meter auf 1,60 Meter. Damit ist man allerdings vorwiegend an die Betten dieser Firma gebunden.

Eigenschaften der Kindermatratze

Vorteile

formbeständig

hygienisch

druckstabil

temperaturausgleichend

langlebig

Nachteile
teurer als einfacher Schaumstoff
etwas schwerer

Worauf beim Kauf  von Kindermatratzen achten

  • Härtegrad – Im allgemeinen steht der Härtegrad – in einer üblichen Einteilung von weich = 1, mittel = 2 und hart = 3 – für das Zusammenspiel von Körpergewicht und Schlafkomfort. Bei Kindermatratzen sind die Härtegrade oft nicht direkt vom Hersteller angegeben. Deshalb lohnt es sich, sich Ergebnisse eines Tests anzusehen.
  • Stauchhärte – Die Festigkeit der Schaumstoffe wird nach der Stauchhärte gemessen. Dazu wird der Druck in Kilopascal errechnet, der benötigt wird, um die getestete Matratze um 40 % einzudrücken. Kaltschaum mit einer höheren Stauchhärte hält dem Körperdruck längere Zeit stand als einfacher Schaumstoff.
  • Höhe – Dieser Begriff trifft bei einer Matratze auf zwei Bereiche zu. Die Kernhöhe ist für die Belastbarkeit und auch für die lange Gebrauchsdauer bei guter Qualität von Bedeutung. Die Gesamthöhe steht für den sicheren Halt im Rahmen und für den gesamten Schlafkomfort.
  • Raumgewicht – Das Raumgewicht – Gewicht pro Kubikmeter – ist ein weiterer, wichtiger Faktor nicht nur für die Gebrauchstüchtigkeit einer Kindermatratze. Weitaus öfter als im Erwachsenenbett heißt es hier die Matratze herauszunehmen, den Bezug zu waschen oder das Bett zu reinigen.
  • Trittkante – Kinder toben, spielen und stehen im Bett. Ist die Trittkante, also der Rand zu weich, läuft das Kind Gefahr, mit dem Füßchen zwischen Bettrahmen oder Gitterstäben und der Matratze zu geraten. Schmerzhafte Verletzungen könnten die Folge sein. Eine gute Trittkante trägt zudem zur Gesamtstabilität der Matratze bei.
  • Belüftung – Kindermatratzen müssen im besonderen Maße über eine gute Belüftung und somit über einen geregelten Feuchtigkeitstransport verfügen. Mal ist es das kleine Malheur, das zwischen Windelalter und dem Saubersein passiert, mal wird ein Getränk verschüttet. Nur wenn die Belüftung einwandfrei ist, ist eine lange Gebrauchsdauer gegeben.
  • Schadstoffe – Ganz besonders wichtig ist es, dass Matratzen für Babys und Kleinkinder schadstofffrei sind. Entsprechende Siegel nach dem Öko-Tex Standard 100 geben darüber Auskunft. Hier wird unter anderem die Belastung durch Schwermetalle, Pestizide und Verbindungen wie Formaldehyde und Styrole geprüft. Auch Ausdünstungen und Geruch stehen hier auf dem Prüfstand.
  • Bezug – Auch dem Bezug ist große Aufmerksamkeit zu schenken. Er muss im Verhältnis zu dem von Erwachsenenmatratzen viel öfter gewaschen werden. Ein möglichst weit rundum laufender Reißverschluss und ein hautfreundliches Material, das zugleich voll waschbar und trocknergeeignet ist, ist von Vorteil.

Tipps zur Pflege der Matratze

Egal, welche Ausführung der Kindermatratze Sie wählen, sie wird nur mit entsprechender Pflege eine optimale Gebrauchszeit und – tüchtigkeit erreichen. Rostauflagen und Auflagen aus luftdurchlässiger Faser auf der Matratze beugen Verschmutzungen vor. Drehen Sie die Matratze regelmäßig von der Vorderseite auf die Rückseite und auch vom Kopfende zum Fußende. So wird eine möglichst gleichmäßige Belastung erzielt.

Bezüge sollten regelmäßig gewaschen werden, selbst wenn sie nicht sichtlich verschmutzt sind. Auch Kindern sondern während des Schlafes Hautschuppen und Feuchtigkeit ab, ein Nährboden für Hausstaubmilben, den es zu minimieren gilt. Wenn Sie die Möglichkeit haben, die Matratze an trockenen Tagen an einem geschützten Ort im Freien zu lüften, machen Sie doch davon gelegentlich Gebrauch. Ein gründliches Lüften erhält den Schlafkomfort.

Kindermatratzen im Test der Stiftung Warentest

Von der Stiftung Warentest wurden zuletzt im März 2014 zwölf Kindermatratzen ausführlich auf verschiedene Kriterien geprüft. Als Prüfmaßstab waren die Punkte Liegeeigenschaften und Schlafklima, Haltbarkeit, Bezug, Gesundheit und Umwelt sowie Handhabung angesetzt. Zusätzlich wurde noch die Werbung der Hersteller unter die Lupe genommen. Die Preise für die bewerteten Matratzen lagen zum Testzeitpunkt zwischen 69 Euro und 170 Euro.

Unter den getestete Kindermatratzen erreichten sieben die Note gut, fünf Matratzen schlossen mit befriedigend ab.

Die Testsieger im Überblick

ModellTestnote
Waschbär – Kindermatratze Kokos-Latex2,0 (Gut)
Prolana – Baby- und Kindermatratze Lara Plus2,1 (Gut)
Julius Zöllner – Dr. Lübbe Air Premium2,3 (Gut)
Breckle – LaPur Kindermatratze2,4 (Gut)
IKEA – Vyssa Skönt Matratze für Juniorbetten2,5 (Gut)
MFO – Ascade Dornröschen2,5 (Gut)
Paradies – Baby- und Kindermatratze Anemone2,5 (Gut)

Folgende Matratzen kamen auf „befriedigend“:

  • Alvi – Schlummerle Super Air
  • Matratzen Concord – Vitalis Kids
  • Paidi – Airwell 100 Kaltschaum
  • Träumeland – Kindermatratze Traumplanet
  • Ari Artländer – Premium Sanistar

Die Stiftung Warentest empfiehlt, Kindermatratzen alle fünf Jahre auszutauschen. Vom Platzangebot her sollte beachtet werden, dass sowohl am Kopfende als auch am Fußende mindestens zehn Zentimeter Spielraum sind. Unterschiedlich harte Bereiche der Matratze werden von der Stiftung Warentest als eher ungünstig für Kinder angesehen.

Ferner wird im Test geraten, Werbung für Kindermatratzen genau zu hinterleuchten. „Allergikerfreundlich“ bedeutet nämlich keineswegs, dass Hausstaubmilben immer den Betten fernbleiben, hier ist besondere Hygiene – und gegebenenfalls ein spezieller Schutzbezug – gefragt.

Welche Lattenroste sind geeignet?

Nicht nur die Matratze allein macht die Qualität des gesamten Kinderbettes aus, auch der Lattenrost muss kindgerecht sein. Schließlich ist das Bett im Kinderzimmer nicht nur Ruheort, sondern auch Spielplatz. Der Rost muss also Hüpfen, Trampeln und Toben gewachsen sein.

Wichtig ist aber wie bei Erwachsenenbetten, dass nicht mehr als die Hälfte der Matratze vom Rost bedeckt ist. Wird beispielsweise eine gelöcherte Platte als Matratzenunterlage gewählt, ist eine ausreichende Lüftung kaum gewährleistet. Auch die Auflage des Rostes am Bett muss sicher und stabil befestigt sein und der erhöhten Anforderung gerecht werden.

Wie die Matratze sollte das Material des Lattenrostes schadstofffrei sein. Insbesondere ist auf Formaldyd zu achten, auf den kleinen Organismus haben Schadstoffe eine erhebliche Auswirkung. Kinder müssen hier geschützt werden, damit einem erholsamen und gesunden Schlaf nichts im Wege steht.

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