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Kopfkissen Test 2017

Erholsames und bequemes Schlafen hat u.a. auch etwas mit dem richtigen Kopfkissen zu tun. Neben der Bettdecke und natürlich der Matratze komplettiert es die Bettausstattung. Und da der Mensch rund 1/3 seines Lebens in diesem zubringt, sollte das Kissen, welches oftmals in seiner Funktion unterschätzt wird, auch richtig ausgewählt werden. Schließlich hat jeder Mensch andere Schlafgewohnheiten. Doch gerade der schmerzempfindlichste Teil der Halswirbelsäule benötigt eine anatomisch geformte und orthopädisch korrekte Unterlage. Mit Federn, Daunen, Natur-Kautschuk, Schurwolle und sogar mit Dinkelspelz – es gibt kaum eine Lücke im Angebot für Kissenkäufer, so dass niemand mehr ohne schlafen muss.

Kopfkissen-Typen im Test

Bei mehr als 300 verschiedenen Kissen hat es der Kunde in Deutschland schon schwer. Verschiedene Größen, Höhen und Füllungen sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine Funktion erfüllt sein muss: ein Kissen sollte über Nacht Kopf und Halswirbelsäule stützen. Der Kopf darf nicht abknicken und die Hals- und Nackenmuskeln überdehnt werden. Da es aber unterschiedliche Schlaftypen, wie Seitenschläfer, Bauchschläfer oder Rückschläfer gibt, hat der Handel auch verschiedene Kopfkissen in seinem Angebot.

Seitenschläferkissen Test

Das sogenannte Seitenschläferkissen ist – wie der Name es vermuten lässt – für Menschen gedacht, die die hauptsächliche Nachtzeit auf einer Seite schlafen. Das betrifft in etwa die Hälfte der Bevölkerung. Das Kissen sollte in Seitenlage das Schulter-Hals-Dreieck vollständig ausfüllen, um ein Abknicken oder Überdehnen der Halswirbelsäule auszuschließen. Zu weiche Kissen können aufgrund ihrer geringeren Tragfähigkeit oftmals diese Anforderungen nicht erfüllen. Seitenschläferkissen gibt es in unterschiedlichen Größen, dabei geht es aber hauptsächlich um die Länge des Kissens, da sich der Schläfer mit seinem kompletten Körper an ihm stützen soll.

Welche Vorteile bietet ein Seitenschläferkissen?

Menschen schlafen nicht ohne Grund auf der Seite. Es ist für viele einfach die bequemste Art, sich nachts in die Kissen zu kuscheln. Und genau dafür sind die Seitenschläferkissen konzipiert: der Schlafende kann es bei einer Kissenlänge zwischen 1,20 und 2,00 m vollständig umklammern. Durch diese Lage ist die Wirbelsäule entlastet, der Lendenbereich nicht verdreht, meist sogar die Atmung viel besser als in Rückenlage. Das Seitenschläferkissen ist anders als ein herkömmliches Kissen nicht nur länger, sondern erinnert auch mehr an eine Nackenrolle.

Für wen ist ein Seitenschläferkissen geeignet?

Seitenschläferkissen bieten Menschen einen erholsamen Schlaf, welche sich nachts hauptsächlich auf der Seite liegend wohl fühlen. Sie können mit diesem speziellen Kissen das obere Bein mit lagern, was eine Art Umklammerung des Kissens ergibt und von Orthopäden als sehr gute Schlaflage ausgewiesen wird. Seitenschläferkissen werden auch gerne in der Schwangerschaft benutzt, wenn der Bauchumfang das Rückenliegen unangenehm macht.

Seitenschläferkissen Empfehlung

Bauchschläferkissen Test

Ein Bauschläferkissen im Test

Ein Bauschläferkissen im Test

Wer auf dem Bauch schläft, hat nicht selten gar kein Kissen. Wenn doch, dann ein sogenanntes Bauchschläferkissen, welches in seiner Höhe abweicht von den herkömmlichen Kissen. Eher flach soll es die ohnehin stark belasteten Halswirbel nicht noch weiter strapazieren. Empfohlen wird oftmals ein Naturhaarkissen, welches sich mit der Zeit „plattliegt“. Liegt man doch mal auf der Seite, kann das Kissen wieder zurückgeknautscht werden. Optimal an die Lage anpassen lässt sich auch das sogenannte Wasserkissen, welches von jedem selbst mit Wasser befüllt werden kann. Die Höhe des Kissens ist also individuell einstellbar.

Welche Vorteile bietet ein Bauchschläferkissen?

Für die 10 bis 15 % der Bauchschläfer in Deutschland hat der Handel spezielle Kissen entworfen, welche diese eher ungesunde Schlafposition wenigstens etwas komfortabler gestalten. Deshalb sollte jeder Bauchschläfer auch zu diesem Spezialprodukt greifen, um langwierige Nackenbeschwerden oder auch Atmungsbeschwerden zu vermeiden. Durch die geringe, in Wasserkissen auch variable, Höhe wird die Halsmuskulatur nicht so stark überdehnt, wenn der Kopf seitlich gelagert wird.  Vorteilhaft ist es auch, dass es bereits Bauchschläferkissen gibt, welche nicht nur einfach viereckig, sondern schmetterlingsförmig sind. Durch diese Form soll es zu weniger Atmungsproblemen im Schlaf kommen.

Für wen ist ein Bauschläferkissen geeignet?

Bevor man sich auf die eigenen Arme abstützt oder gar kein Kissen benutzt, sollten sich Bauchschläfer lieber ein Spezialkissen zulegen. Der Schlaf und damit die Regenerationsphase ist für den Körper bedeutend erholsamer. Bauchschläferkissen sind für alle geeignet, welche auf der Seite oder auf dem Rücken nicht in den Schlaf finden.

Bauchschläferkissen Testsieger 2017

Nackenstützkissen Test

Ein getestetes Nackenstützkissen

Ein getestetes Nackenstützkissen

Die Nackenstütz- oder auch orthopädischen Kissen gibt es für Menschen, die bereits Probleme mit ihrer verspannten Nackenmuskulatur haben. Ein Latexblock oder ein anderes stabiles Material hält dabei den Kopf mittig in der Körperachse. Ein Abknicken ist nicht mehr möglich. Nackenstützkissen gibt es im Handel für Seiten- und Rückschläfer, mit ergonomischem Kern oder mit einer Gesichtszone aus Komfortschaum. Die Auswahl ist riesig, denn Nackenprobleme sind in der Bevölkerung weit verbreitet.

Welche Vorteile bietet ein Nackenstützkissen?

Durch die vorgefertigte Schlafposition liegt der Kopf in der richtigen Höhe und die Nackenmuskulatur wird nicht überdehnt. Da aber nicht alle Personen gleich groß und schwer sind, muss auch hier darauf geachtet werden, das richtige Nackenstützkissen für die einzelne Person auszusuchen.  Mit guten Klimaeigenschaften, perfekter Stützkraft und abnehmbaren Bezügen stehen Nackenstützkissen den herkömmlichen Kissen in nichts nach.

Für wen ist ein Nackenstützkissen geeignet?

Ob man mit einem Nackenstützkissen besser schlafen kann, lässt sich erst nach einigen Tagen Ausprobieren herausfinden. Denn es dauert eine gewisse Weile, bis man sich an dieses neue Schlafgefühl gewöhnt hat. Aber die Vorteile liegen auf der Hand: Wer schon Probleme mit einem verspannten Nacken hat, der sollte besonders darauf achten, diesen entspannt über Nacht zu lagern. D.h. ohne ihn zu überdehnen. Ein Nackenstützkissen kann genau das. Durch die richtige Position und Höhe des Kopfes bleibt der Nacken orthopädisch korrekt gelagert.

Nackenstützkissen Testsieger 2017

Daunenkissen Test

Ein Daunenkissen im Test

Ein Daunenkissen im Test

Daunenkissen werden mit einer Füllung aus Daunen (mindestens 60 %) und Federn verkauft, die in unterschiedlichen Anteilen verarbeitet wurden. Dabei spürt man einen hohen Anteil an Daunen darin, dass das Kissen sich besonders weich anfühlt, da Daunen – anders als Federn – über keinen harten Kiel verfügen. Die Daunen sind meist von Enten und Hühnern. Bezogen mit einem Baumwollbezug und eher weich in den Liegeeigenschaften bieten sie den Schläfern erholsame Nächte. Es gibt sie in unzähligen Größen und Formen.

Welche Vorteile bietet ein Daunenkissen?

Der Klassiker unter den Kissen bietet mit seiner elastischen Daunenfüllung und feuchtigkeitsausgleichenden Eigenschaften wohligen Schlafkomfort. Daunenkissen sind wenig milbenanfällig und deshalb auch für Allergiker geeignet. Außerdem erlaubt die Einteilung in Wärmeklassen von 1 bis 4 den Kunden, das richtige Kissen für die richtige Saison, z.B. 1 für den Sommer und 4 für den Winter, zu kaufen.  Wer Bedenken bezüglich der Herkunft der Daunen hat, sollte zu einem zertifizierten Produkt greifen. Bei dessen Herkunft sollte erkennbar sein, dass nach deutschem Standard produziert wurde (TÜV-geprüft), d.h. die Daunen von Gänsen aus artgerechter Haltung stammen.

Für wen ist ein Daunenkissen geeignet?

Etwa alle 10 Jahre sollte ein Daunenkissen genauso wie Daunendecken in einem Fachgeschäft aufgearbeitet werden. Die Haltbarkeit ist ansonsten bei regelmäßiger schonender Reinigung mit speziellen Reinigungsmitteln sehr lang. Deshalb lohnt sich die Anschaffung eines Daunenkissens für alle Familienmitglieder.

Wasserkissen Test

Ein Wasserkissen hat keinen kompletten Inhalt aus Wasser, sondern einen wassergefüllten Kern, der selbst mit der gewünschten Menge befüllt werden kann. Durch diesen werden über Nacht der Kopf, der Nacken und die Halswirbelsäule entsprechend stabilisiert und trotzdem geschont. Äußerlich gleicht ein Wasserkissen einem herkömmlichen Kissen, doch funktionell ist es eher dem Nackenstützkissen zuzuordnen. Auch wenn es keine ergonomische Form hat. Es ist etwas schwerer durch seine Füllung und deshalb auch nicht in der Größe von 80 x 80 cm erhältlich. Es gibt sie zu unterschiedlichen Preisen nur in ausgewählten Geschäften. Vor dem Kauf empfiehlt sich ein Probeliegen. Wobei hier, wie bei einem Nackenstützkissen, die Umgewöhnungszeit einige Tage dauern kann.

Welche Vorteile bietet ein Wasserkissen?

Durch den Wasserkern passt sich ein Wasserkissen jedweder, auch wechselnder Liegeposition an und ist deshalb für alle Schlaftypen, ob Seiten-, Rücken- oder Bauchschläfer, geeignet. Der jeweilig gewünschte Härtegrad ist über die eingefüllte Menge an Wasser bestimmbar. Wenig Wasser und das Kissen fühlt sich weich an, mehr Wasser und der Härtegrad nimmt zu. Dabei geht das Einfüllen (Leitungswasser) schnell und einfach. Das Wasserkissen ist weich in seinen Liegeeigenschaften und trotzdem hält es Kopf und Nacken stabil in der richtigen Position. Das Kissen wird mit einem abnehmbaren Bezug geliefert, der maschinenwaschbar ist.

Für wen ist ein Wasserkissen geeignet?

Menschen mit Problemen an der Halswirbelsäule, wie Verspannungen, liegen auf einem Wasserkissen äußerst bequem. Durch die Möglichkeit, individuell Wasser einzufüllen, kann die Liegeeigenschaft dieses Kissens auch auf jeden Schläfer maßgeschneidert abgestimmt werden. Aber auch bei Schnarchern oder Menschen mit Schlafstörungen soll das Kissen schon geholfen haben.

Wasserkissen Testsieger 2017

Gelkissen Test

Gelkissen Beispiel

Gelkissen Beispiel

Für Nackenmuskelgeplagte bietet sich ein Gelkissen an. Dass durch den Kopf verdrängte Gel im Kissen passt sich beim Schlafen optimal dem Nacken an und kann Verspannungen entgegenwirken. Das entweder komplett oder nur anteilig mit Gel gefüllte Kissen geht dabei bei jeder veränderten Schlafposition automatisch in die Ursprungsform zurück.

Welche Vorteile bietet ein Gelkissen?

Anders als bei einem Daunenkissen werden in einem Gelkissen keine tierischen Rohstoffe benötigt. Gerade vegan lebende Menschen bevorzugen diese Art der Kopfunterlage. Darüber hinaus kann ein Gelkissen durch die eingesetzten Materialien über eine lange Lebensdauer verfügen. Das Gel verliert nicht seine positiven Eigenschaften, so dass auch nach Jahren das Kissen seine perfekte Passform verhält.

 Für wen ist ein Gelkissen geeignet?

Gelkissen können – im Gegensatz zu Federn oder anderen Materialien – keine Allergien auslösen. Die verwendeten Materialien wie Aqua Gel oder Visco Schaum Gel sind atmungsaktiv und lassen keine Einnistung von Milben zu, deren Kot bei Allergikern zu Problemen führt. Auch Schimmelpilze, häufig in Federkissen anzutreffen, werden sich in einem Gelkissen nicht verbreiten. Darüber hinaus bieten sie einen sehr guten Schlafkomfort durch ihre speziellen Liegeeigenschaften, die für alle Menschen vorteilhaft sind. Kopf und Nacken werden optimal entlastet. Für Seiten- oder Rückschläfer ist ein Gelkissen gut geeignet, für Bauchschläfer aufgrund der Höhe nicht.

Rosshaarkissen Test

Edles Roshaarkissen

Edles Roshaarkissen

Rosshaarkissen besitzen eine Füllung aus 100 % Rosshaar, umgeben von einem Bezug aus Baumwolle. Diese Kissen sind atmungsaktiv, weich und trotzdem stützfest. Darüber hinaus wird Rosshaar eine temperatur- und feuchtigkeitsausgleichende Wirkung nachgesagt.

Welche Vorteile bietet ein Rosshaarkissen?

Es gibt nicht wenige Schläfer, welche im Schlaf besonders viel schwitzen. Für sie sind Rosshaarkissen geeignet, da diese durch ihre Füllung sehr luftdurchlässig und temperaturausgleichend sind. Für die hygienische Reinigung kann ein Rosshaarkissen auch in der Maschine gewaschen werden.

Durch die permanente Luftdurchlässigkeit ist das Klima in einem Rosshaarkissen so trocken, dass sich Milben und mit ihnen der Allergie auslösende Kot nicht einnisten können. Für Allergiker ist somit diese Art von Kissen auch geeignet.

Für wen ist ein Rosshaarkissen geeignet?

Es gibt Babykissen, welche mit besonders weichem Rosshaar gefüllt sind und durch ihre Luftdurchlässigkeit beim Zahnen oder Ohrenschmerzen schmerzlindernd wirken sollen. Aber auch für Erwachsene, welche im Schlaf leicht schwitzen, sind Rosshaarkissen eine gute Wahl, denn sie erlauben ein weiches Liegen, ohne dass die Stützkraft verloren geht und ermöglichen dabei eine gute Feuchtigkeitsregulierung.

Worauf muss man beim Kauf eines Kopfkissens achten?

Schlaftyp bestimmen

Zu allererst sollte man überdenken, dass es unterschiedliche Kopfkissen für unterschiedliche Schläfer, wie z.B. Bauchschläfer, Rückenschläfer etc. gibt. Sie besitzen aufgrund ihrer unterschiedlichen Funktionen deshalb auch unterschiedliche Maße.

Füllung aussuchen

Je nachdem, wie hart oder weich man liegen möchte, sucht man den Inhalt eines Kopfkissens aus. Der Schläfer hat dabei die Wahl zwischen bauschigen Daunen, den viscoelastischen Schäumen, den eher härteren Körnern und vielem mehr.

Waschbarkeit beachten

Das ausgewählte Kopfkissen sollte auch bei höheren Temperaturen waschbar sein, damit es regelmäßig gereinigt werden kann. Bei häufigem Schwitzen in der Nacht muss dieses auch des Öfteren geschehen, ansonsten mehrmals im Jahr.

Welche Kopfkissen sind für Allergiker geeignet?

Allergiker sollten besonders anspruchsvoll bei der Wahl ihrer Bettwaren sein. Schließlich kommen sie eine nicht geringe Zeit eng mit ihnen in Berührung. Deshalb sind Kopfkissen und Bettbezüge aus nichtallergischen Stoffen nötig. Dazu zählen Kissen aus Visco Schaum und Gel, da sie Milben keinen Nährboden bieten. Aber auch Daunenkissen können von Allergikern gekauft werden. Durch die hohe Luftdurchlässigkeit und das trockene Klima im Inneren nisten sich ebenfalls keine Milben ein.  Darüber hinaus sind sie auch bei höheren Temperaturen waschbar. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, sollten Allergiker über ihrem Kopfkissen immer einen Encasing Bezug ziehen, welcher verhindert, dass die Milben auf die Haut oder die Atemwege gelangen.

Welche Kopfkissenformate gibt es?

80 x 80

Dieses in Deutschland traditionelle Kissenmaß ist beliebt und wird mit vielerlei Füllungen angeboten. Die Bettwäsche-Sets haben vorrangig Kopfkissenbezüge in dieser Größe, was daraus schließen lässt, dass 80 x 80 eine Standardgröße ist.

40 x 80 oder 40 x 60

Das von Therapeuten empfohlene Maß lässt den Kopf auf dem Kissen liegen, während die Schultern sich außerhalb und damit auf der Matratze befinden.  Dadurch knickt die Wirbelsäule im Schlaf nicht ab. Häufig wird diese Größe deshalb bei Nackenstützkissen angeboten.

In den gleichen Größen, aber flacher, werden die Bauchschläferkissen angeboten.

30 x 180

Diese spezielle Länge ist bei Seitenschläferkissen optimal, da der Schlafende auf dem verlängerten Kissen bequem sein Bein ablegen und so für eine komfortable Lage sorgen kann.

35 x 40 oder 36 x 30

Diese kleinen, meist auch flachen Kissen sind speziell für die Bedürfnisse von Babys und Kleinkindern hergestellt worden. Sie passen durch ihre Größe in Babybetten und Wiegen und stützen optimal die noch weichen Köpfchen.

Mit was können Kopfkissen befüllt sein?

Kopfkissen können sowohl mit synthetischen als auch mit natürlichen Materialien gefüllt sein. Welchem man den Vorzug gibt, entscheidet hauptsächlich die Vorliebe für bauschiges, weiches, festes oder rückfederndes Liegen.

Naturhaar

Diese Kissen besitzen eine Füllung beispielsweise aus Merinowolle oder Schafshaar. Auch Kissen mit Kamelhaaren sind erhältlich. Sie sind waschbar und besonders temperaturausgleichend.

Daunen

Daunenkissen werden aus einem hohen Prozentsatz (bis zu 100 %) aus Daunen von Enten und Gänsen befüllt, welche im Gegensatz zum Federkissen keinen harten Kiel haben und dadurch noch weicher sind. Sie bedürfen für eine lange Lebensdauer eine ausreichende Pflege.

Körner

Hirse oder Dinkel sind in sogenannten Körnerkissen enthalten. Diese Materialien speichern in kalten Nächten Wärme und sind in den Liegeeigenschaften eher fest. Körnerkissen (z.B. Kirschkernkissen) sind auch als Wärme- oder Kältelieferant im Handel erhältlich.

Gel

Das Gel im Inneren des Kissens ist auslaufdicht verpackt und mit einer Schicht aus einem anderen Material, z.B. Visco Schaum, überzogen. Gelkissen finden häufig Anwendung bei Nackenschmerzgeplagten.

Kunstfaser

In Kopfkissen mit Kunstfaserfüllungen werden meist mit Polyester, Watte oder Schaumstoff gefüllt. Diese sind aufgrund ihrer Eigenschaften Allergiker geeignet, da beispielsweise Milben keinen Nährboden finden. In der Anschaffung sind Kunstfaserkissen meist am preisgünstigsten.

Wie pflegt man sein Kopfkissen richtig?

Auch Kopfkissen benötigen hin und wieder eine Pflege, damit sie lange halten. Da der Mensch im Schnitt 1 bis 1,5 Liter Schweiß pro Nacht ausatmet und ausschwitzt, und dieses auch im Kopf- und Nackenbereich passiert, sollte die Kopfunterlage regelmäßig gepflegt bzw. gereinigt werden. Darüber hinaus wollen Schmutz und abgestorbene Hautpartikel entfernt werden.

Aufschütteln

Das Aufschütteln eines Kopfkissens macht Sinn bei einem Daunen-, Feder- oder Rosshaarkissen, da die vielleicht platt gelegten/verklebten Inhalte dadurch wieder lockerer werden. Aufschütteln kann man sein Kopfkissen jeden Morgen nach dem Aufstehen.

Lüften

Kissen mit Füllungen aus Naturmaterialien wie Daunen oder Rosshaar sollten in regelmäßigen Abständen gut durchgelüftet werden. Dies kann man am besten am offenen Fenster oder auf einer Wäscheleine. Das Hängen in der Sonne tötet überdies vorhandene Keime ab.

Waschen

Von Zeit zu Zeit sollte außer dem Bezug auch das eigentliche Kissen gewaschen werden. Die Waschanleitungen müssen dabei genau eingehalten werden, damit die lange Lebensdauer des Kissens auch erhalten bleibt. Bei einigen Artikeln ist das Waschen in der Maschine sogar bis 60 Grad erlaubt. Dabei sollte immer ein entsprechendes Waschmittel (Feinwaschmittel) verwendet werden.

Inhalt auswechseln/nachfüllen/Verklumpungen lösen

Kopfkissen mit Daunen oder Federn können meist problemlos nachgefüllt werden. Obwohl diese Art von Kissen über eine recht lange Lebensdauer verfügt, kann es durchaus vorkommen, dass eine festere Füllung mit mehr Inhalt wünschenswert ist. Das lässt sich mit nachgekauften Daunen/Federn leicht bewerkstelligen. Das sogenannte Verklumpen von Federn kann vermieden werden, indem man eine Naht des Kopfkissens öffnet und mit einem Fön kalte Luft hineinbläst.

Kopfkissenbezug regelmäßig waschen

Natürlich ist ein Kopfkissenbezug über jedem Kopfkissen ein Schutz, welcher regelmäßig gereinigt werden sollte, damit diese Textilien hygienisch einwandfrei sind. Eine Reinigung sollte – je nach Schwitzgrad – etwa alle zwei Wochen erfolgen. Beim Kauf von Kissenbezügen sollte man auf luftdurchlässige Materialien wie Baumwolle achten, damit die Luftdurchlässigkeit des Kissens nicht gestört wird.

Was macht gute Kopfkissen aus?

Gute Kopfkissen erfüllen in erster Linie ihren Hauptzweck: sie dienen einem wohligen Schlaf. Durch ihre Weichheit und Stützkraft helfen sie, eine optimale Lagerung von Kopf und Nacken in der Nacht zu erreichen. Ideale Kopfkissen passen durch ihre Höhe und Größe genau zu ihrem Benutzer. Sie sollten einen leicht abnehmbaren und zu reinigenden Bezug besitzen und aus schadstofffreien Textilien mit ÖKO TEX Standard 100 bestehen. Wenn ein Kopfkissen mit Daunenfüllung gewünscht wird, sollten diese Daunen nachweisbar aus artgerechter Freilandhaltung kommen

Kissen, deren Inhalte herausnehmbar und dadurch „dosierbar“ sind, erscheinen besonders optimal, da durch sie jeder einzelne Schläfer genau seine benötigte Schlafposition erreichen kann. Hierfür eignen sich Aquakissen, Gelkissen und auch Rosshaarkissen. Bei letzterem sind beispielsweise bei einigen Herstellern zwei Kissen mit unterschiedlichen Füllungen in einem Bezug untergebracht. Bei Bedarf kann dann ein Kissen herausgenommen werden.

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