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Kaltschaummatratze Test 2016

Eine Kaltschaummatratze besteht aus aufgeschäumtem PUR (Polyurethan), dessen Raumgewicht und Stauchhärte entscheidend die Qualität der Matratze beeinflussen.
Diese Matratzenart dominiert gemeinsam mit den Federkernmatratzen den europäischen Handel, ihr Marktanteil bewegt sich um rund 50 %, gefolgt von den Federkernmatratzen mit 30 – 40 %. Andere Bauformen wie Wasserbetten, einfacher Schaumstoff, Naturhaar, Latex und Viskose erreichen nur Marktanteile im einstelligen Prozentbereich.
Die Kaltschaummatratze eignet sich fast für jeden Schläfertyp, dennoch kann sie bezüglich der Qualität sehr unterschiedlich ausfallen. Im Folgenden sollen die Details näher beleuchtet werden.
So liegt man auf einer Kaltschaummatratze

So liegt man auf einer Kaltschaummatratze

Für wen ist eine Kaltschaummatratze geeignet?

Wie jedes Produkt hat auch die Kaltschaummatratze Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen gehören der vergleichsweise günstige Preis (auch gegenüber den meisten Federkernmatratzen), die gute Anpassungsfähigkeit und Geräuschfreiheit, die hervorragende Punktelastizität und das gute Federungs- und Rückstellungsverhalten. Bei guter Pflege unterbindet sie Milbenbefall, auch isoliert sie gut. Letzteres kann sich allerdings für schwitzende Menschen als Nachteil erweisen. Ein weiterer Nachteil ist der anfängliche Geruch, der aber harmlos ist und verschwindet.

Geeignet für:

Nicht geeignet für:

  • stark schwitzende Schläfer
  • sehr schwere Personen

Es gibt zwar Kaltschaummatratzen mit einem sehr hohen Raumgewicht, diese sind aber vergleichsweise teuer. Sehr schweren Personen deutlich über 110 kg Körpergewicht sei daher eine stabile Federkernmatratze, vielleicht sogar mit Latex-Topper, ans Herz gelegt.

Worauf sollte man beim Kauf einer Kaltschaummatratze achten?

Es gibt verschiedene Kriterien für die Qualität einer Kaltschaummatratze. Sehr eindeutig sagt das Raumgewicht etwas über den Materialeinsatz aus. Es ist das Gewicht des aufgeschäumten PUR-Schaums vor der Pressung zu den Materialblöcken der Kaltschaummatratze. Hohe Raumgewichte können um 50 kg/m³ und sogar darüber liegen, unter 30 kg/m³ ist das Raumgewicht als sehr gering zu bezeichnen.

Mit dem Raumgewicht verbunden ist die Stauchhärte, die das Einsinken bei einem bestimmten Druck beschreibt. Zwar bedingen sich diese beiden Faktoren, jedoch kann auch eine Matratze mit einem vergleichsweise hohen Raumgewicht eine relativ niedrige Stauchhärte aufweisen und daher weich erscheinen. Die Stauchhärte wird in kPa (Kilopascal) angegeben, ab 40 kPa gilt sie als hoch und stützt dann auch Personen über 100 kg Körpergewicht gut.

Ein hohes Raumgewicht ist auch aus einem anderen Grund ein Qualitätsausweis: Es muss naturgemäß viel Material verwendet werden, um dieses hohe Raumgewicht zu erreichen. Diese Matratzen bilden viel seltener Kuhlen und sind insgesamt langlebiger. Die hohe Qualität ist darüber hinaus an der Matratzenhöhe zu erkennen: Einfache Kaltschaummatratzen sind nur 12 – 18 cm dick, während sehr gute Modelle wie die Casper Matratze über Kaltschaumkerne von mehr als 20 cm verfügen. Insgesamt sind sie durch Auflagen und Bezüge noch stärker. Wer eine Kaltschaummatratze mit einer Stärke unter 15 cm wählt, muss als etwas schwerere Person damit rechnen, den Lattenrost zu spüren. Hier kommen wir zu weiteren Qualitätsmerkmalen:

  • Gute Kaltschaummatratzen eignen sich für jeden Lattenrost. Die Hersteller erwähnen das ausdrücklich.
  • Gute Kaltschaummatratzen weisen eine besonders gestaltete Oberfläche auf (beispielsweise den 3D Würfelschnitt), um den klimatischen Nachteil auszugleichen.
  • KäuferInnen müssen den Härtegrad zwischen H1 (sehr weich) bis H4 (sehr fest) beachten. Je schwerer eine Person ist, desto höher sollte der Härtegrad ausfallen.


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