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Matratze richtig reinigen

Eine Matratze benötigt ständige Pflege

Eine Matratze benötigt ständige Pflege

Eine Matratze zu reinigen und Verschmutzungen rückstandslos zu entfernen ist nicht immer eine leichte Aufgabe. Deren Schwierigkeit hängt von der Verschmutzung, dem Alter der Flecken sowie den Matratzenmaterialien ab. Generell sollte man die Reinigung zuerst ohne aggressive kindische Mittel versuchen. Es gibt einige bewährte Hausmittel, die sich zu Matratzen reinigen eignen. Durch Schrubben, Reiben und vor allem chemische Stoffe können nicht nur textile Oberflächen, sondern auch das Material im Kern der Matratze angegriffen werden. Werden die Reinigungsmittel über dosiert, dann kann dies Nässeschäden und Verfärbungen nach sich zieht. Zum Entfernen von Flecken sollten die Pflegehinweise des jeweiligen Herstellers stets beachtet werden und die Matratze sollte immer auf der Seite stehen.

Was gegen Blut & Urin auf der Matratze tun?

 Blut ist hartnäckig und lässt sich nur schwer aus einer Matratze entfernen. Am zuverlässig bekommt man die Flecken aus der Matratze, wenn sie noch frisch sind. In einem solchen Fall wird der Fleck einfach mit Wasser in Kombination mit etwas Feinwaschmittel entfernt. Bei getrockneten Blutflecken ist kaltes Wasser am besten geeignet. Zu den effektivsten Hausmitteln gegen Blutflecken in der Matratze zählen Backpulver und Sodalauge. Die Flecken werden zunächst mit kaltem Wasser eingetrieben und danach reichlich mit Pulver bestreut. Dieses Gemisch sollte nun rund eine halbe Stunde einwirken können und wird danach mit kaltem Wasser abgewaschen. Zusätzlich sollte ein Desinfizierungsmittel verwendet werden. Bevor die Matratze wieder neu bezogen wird, müssen die Flecken natürlich trocknen.

Urinflecken in der Matratze können am besten mit weißem Essig oder Zitronensaft behandelt werden. Dazu werden die Flecken mit reichlich Essig oder Saft beträufelt. Sobald die Flecken getrocknet sind, können sie problemlos mit einem Messerrücken abgeschabt oder alternativ auch ausgebürstet werden. Zu diesem Zweck wird ein Tuch mit dem Schaum von einer Waschmittellösung benetzt und zum abreiben der verschmutzten Stellen benutzt. Die behandelte Stelle wird dann anschließend mit kaltem und klarem Wasser abgewischt. Zusätzlich sollte noch etwas Desinfektionsmittel verwendet werden. Ein Mikrofasertuch ist zum Trocknen ideal. Dieses saugt die Waschmittelreste hervorragend aus der Matratze.

Was gegen Getränkeflecken und Schimmel auf Matratze tun?

 Kaffeeflecken ohne Milch lassen sich in der Regel problemlos mit lauwarmem Wasser behandeln und zuverlässig aus der Matratze auswaschen. Als Alternative können die Flecken auch mit genügend Zitronensaft geträufelt und anschließend mit Quark bestrichen werden. Danach sollte man das Ganze zwischen 4 und 5 Stunden einwirken lassen. Als Nachbehandlung bietet sich Waschmittelschaum an. Im Anschluss werden die Flecken mit kaltem Wasser ausgewaschen. Nach dem Trocknen sollten sie nicht mehr zu sehen sein.

Rotweinflecken können in der Regel zuverlässig mit Mineralwasser entfernt werden. Dies funktioniert aber nur, falls die Flecken noch frisch sind. Sind die Rotweinflecken bereits etwas älter, dann sollte man diese am besten reichlich mit Salz einstreuen. Im Anschluss muss man Geduld beweisen und warten, bis das Salz seine Arbeit tut. Sind die Rotweinflecken getrocknet, dann können Sie ausgebürstet oder abgeschabt werden.

Bei nicht identifizierbaren Flecken hilft meist ein Zitrus-Reiniger. Mit diesem werden die Flecken eingesprüht und danach sollte man den Reiniger rund 5 Minuten lang einziehen lassen. Anschließend tupft man die Flecken mithilfe von einem weißen und saugfähigen Tuch ab. Stockflecken sehen sehr unhygienisch aus und sind leider auch ein Vorzeichen für Schimmelbefall. Besitzt die Matratze einen abnehmbaren Bezug, dann wird die befallene Stelle einfach in Buttermilch eingelegt. Danach kann der Bezug in der Waschmaschine gereinigt werden.

Schimmel ist schädlich für die Gesundheit und sollte so schnell wie möglich entfernt werden. Die Schimmelpilze entstehen, wenn die Matratze zu feucht und nicht ausreichend gelüftet wird. Schimmel kann auf unterschiedliche Weise von der Matratze entfernt werden. Am effektivsten ist ein chlorfreier Schimmelentferner. Mit diesem werden die befallenen Stellen eingesprüht, bis ein Film entsteht. Danach sollte das Ganze zwischen 30 und 60 Minuten lang einwirken. Im Anschluss nimmt man entweder eine weiche Bürste oder einen Schwamm und entfernt zuverlässig alle gelösten Rückstände. Danach wischt man die Stellen mit einem Schwamm oder feuchtem Tuch gründlich nach. Nach der Behandlung sollte die Matratze auf jeden Fall ausgiebig gelüftet werden. Sowohl Stockflecken als auch Schimmel können alternativ auch mit Backpulver entfernt werden. Auch wenn dies im Vergleich zu einem professionellen Schimmelentfernen nicht ganz so effektiv ist. Die betroffenen Stellen werden zuerst gut angefeuchtet und danach das Backpulver gründlich aufgetragen. Mit einer Bürste lässt sich das Pulver sehr leicht einarbeiten. Das Durchspülen und die Behandlung mit dem Backpulver werden dann so lange wiederholt, bis die Flecken nicht mehr sichtbar sind,

Was gegen Milben tun?

Milben sind für nicht Allergiker harmlos, für Menschen mit einer Hausstauballergie aber sehr gefährlich. Am besten gedeihen die Schädlinge an warmen und feuchten Stellen. In einem Bett können bis zu 1,5 Millionen Milben leben. Klinische Tests bestätigen, dass die Hausstaubmilben leider nicht dauerhaft abgetötet werden können. Es gibt aber einige Möglichkeiten, um das Wachstum und die Allergenproduktion zu vermindern. Ein milbendichter Schutzbezug, mit dem das ganze Bett umhüllt wird, ist die effektivste Methode. Durch diese Umhüllung werden die Milben von ihrem Hauptlebensraum getrennt und die Milbenallergene können nicht durchdringen.

Damit können sich die Milben auch nicht mehr von den menschlichen Hautschuppen ernähren. Ein biologisches Milbenspray, welches für textile Oberflächen geeignet ist, ist eine weitere Möglichkeit. Mit diesem werden die Schädlinge zwar nicht vernichtet, sie werden aber 3 bis 6 Monate lang "deaktiviert". Mit einem Luftreiniger werden der Hausstaub und die Milben aus der Raumluft gefiltert. Handelt es sich um einen Luftreiniger mit Inverterlampe, dann tötet dieser Schimmelsporen und Milben ab. Generell sollten das Bettzeug und auch die Bettwäsche regelmäßig in der Waschmaschine (minimum 60 Grad) gewaschen werden. Menschen mit einer schweren Allergie sollten zusätzlich allergendichte Zwischenbezüge verwenden.

Allgemeine Pflegetipps

Vor dem ersten Gebrauch sollte jede Matratze zuerst gut durchgelüftet werden. Die meisten neuen Matratzen riechen. Durch intensives Lüften verschwindet der Geruch nach wenigen Tagen. Generell benötigt jede Art von Matratze eine regelmäßige und typengerechte Pflege. Pro Nacht nimmt die Matratze im Durchschnitt einen halben Liter Feuchtigkeit auf und dies beschleunigt natürlich die Milben- und Schimmelbildung. Deshalb sollte das Schlafzimmer jeden Tag ausführlich gelüftet werden, während die Bettdecke zurückgeschlagen ist. In bestimmten Abständen sollte jede Matratze gewendet und gedreht werden. Dies gilt gleichermaßen für Matratzen aus Schaum als auch für Matratzen mit einem Federkern. In der Anfangszeit nach dem Kauf sollte jede Matratze alle 4 bis maximal 6 Wochen gewendet und gedreht werden.

Nach etwa einem Jahr reicht dies alle 6 bis maximal 8 Wochen. Naturfasermatratzen mit einem Kokoskern sollten mindestens einmal pro Monat gedreht werden. Nur so lässt sich eine Muldenbildung verhindern. Die Matratzen sollten besser nicht ausschließlich einseitig gedreht werden. Man muss aber darauf achten, dass die Zonen im Fuß- und Kopfteil identisch sind. Beim Drehen muss ebenfalls darauf geachtet werden, dass die jeweiligen Eigenschaften der Matratze erhalten bleiben. Viele Modelle haben Wendeschlaufen und lassen sich dadurch einfach Drehen und Wenden. Eine regelmäßige Reinigung der Matratze ist ebenfalls wichtig. Am besten wird die Matratze bei jedem Dreh- und Wendevorgang abgesaugt.

Dadurch lassen sich Hautschuppen, Schmutz und Milben entfernen. Von Zeit zu Zeit sollte die Matratze ebenfalls mit einer sehr weichen Bürste gereinigt werden. Die meisten Bezüge sind Maschinen war sparen können dadurch bei maximal 60 Grad gewaschen werden. Matratzenbezüge mit einer eingesteppten Schafschurwolle sollten nicht gewaschen werden, denn sie können sich verfilzen oder sogar verklumpen. Zu hohe Temperaturen können jeder Matratze Schäden zufügen. Deshalb sollte auf den direkten Sonnenkontakt und auf zu heiße Wärmflaschen verzichtet werden. Tagesdecken sehen zwar schön aus, sollten aber dennoch nicht verwendet werden. Diese verhindern, dass die Feuchtigkeit ungestört ausdünsten kann. Werden Matratzen regelmäßig und vor allem richtig gepflegt, dann profitieren die Besitzer von einer hohen Lebensdauer. Im Hinblick auf die Haltbarkeit und Lebensdauer einer Matratze sollte unbedingt auch auf einen passenden Lattenrost geachtet werden. Dieser kann der Matratze unter Umständen Schaden, denn der Überzug der Matratze reibt sich an den Latten auf.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, zwischen Rost und Matratze einen Matratzenschutz zu verwenden. Dieser schont nicht nur die Matratze, sondern verhindert auch Schmutz- und Staubablagerungen. Ein Matratzenschoner nimmt die Schweißabsonderungen in der Nacht auf und trägt somit zum Schutz vor Milben und Flecken bei. Sowohl der Matratzenschoner als auch der Matratzenschutz lassen sich ohne Probleme in der Waschmaschine reinigen und eignen sich für Allergiker.

Wofür sind Encasings und wo liegen die Vorteile?

Encasings sind spezielle Matratzen- und Kissenbezüge und schützen bei Allergien. Normalerweise gelangen die Milbenallergene aus der Matratze und Bettwäsche an die Luft. Der Milbenkot mischt sich mit dieser und wird dann von uns Menschen eingeatmet. Sobald die mikrofeinen Partikel mit den Schleimhäuten in Kontakt kommen, kommt es zu Beschwerden wie Husten, Schnupfen, Juckreiz und Kopfschmerzen. Ein antiallergener Matratze- oder Kissenbezug in Form von einem modernen Encasing schafft Abhilfe. Die Bezüge bestehen aus einem atmungsaktiven und pflegeleichten Material und sorgen für einen erholsamen Schlaf.

Die Bezüge sind sehr dünn und werden beim Liegen überhaupt nicht wahrgenommen. Der Schlafkomfort bleibt somit weiterhin auf einem hohen Niveau. In der Bettwäsche und in Matratzen befinden sich mit Abstand die meisten Milben. Die Spinnentiere erhalten ausreichend Nahrung durch unsere abgestorbenen Hautschuppen. Diese sind mikroskopisch klein und fallen in die Matratze. Mit einem modernen Encasing ist dies nicht mehr möglich. Die Milben werden somit komplett von ihrer Nahrungsquelle abgeschnitten. Somit können sich die Spinnen nicht mehr stark vermehren. Zusätzlich wird der allergene Milbenkot zuverlässig in der Matratze zurückgehalten und kann nicht mehr in die Raumluft gelangen. Für Menschen mit einer Hausstauballergie ist ein Encasing sehr empfehlenswert.

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